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Latest news: „Denk mal – worauf baut Europa?“ – hier entlang zu den Themen des 65. Europäischen Wettbewerbs

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Bimböse

2008 221: Reisebegegnungen

Du warst in Europa unterwegs. Schildere deine Erlebnisse.

Einzelarbeit, 13 Jahre, Anna-Schmidt-Schule, Frankfurt/Main, Hessen

Kommentar der Jury: Der Schüler begibt sich auf eine Zugreise nach Lissabon, um seine Tante Charlotte zu besuchen. Er will die Schönheiten der Landschaft auf seiner Reise von Frankfurt über Straßburg, Dijon, Lyon, Marseille, Barcelona, Tarragona und Madrid nach Lissabon kennen lernen. Dabei schließt er Bekanntschaft mit vielen Menschen aus verschiedenen europäischen Ländern. Da sind der MdEP aus Gdansk, eine alte Oma aus Italien, ein Antiquitätenhändler mit seinen Kindern und dem Kindermädchen aus Lyon, eine englische Globetrotterin, das Mädchen Milagros aus Madrid, eine Bauernfamilie aus Spanien und ein Schaffner aus Portugal.

So kontrastreich sein Publikum ist, so kontrastreich sind auch seine Begegnungen mit den Menschen. Der Autor erweist sich als guter Beobachter, Zuhörer und Helfer. Er erfährt viel über das politische, kulturelle und gesellschaftliche Leben der Menschen in Europa. Er erfährt aber auch viel über das Zusammenleben der Menschen, über ihre Sitten und Lebensstile. Er vergleicht diese neuen Erfahrungen immer wieder mit seinen eigenen in Deutschland.

Der Schüler ist ein guter Formulierer. Er hat im Aufbau die Reiseschilderung sehr anschaulich dargestellt und es gelingt ihm, neben der Kontrastsetzung in den Begegnungen einen Spannungsbogen beim Leser zu erzeugen. So gibt ihm seine neue Freundin Milagros, nachdem sie ihm bei der Orientierung auf den Bahnhöfen in Madrid geholfen hat, ihre Telefonnummer 0034 91 833089. Der Leser unterliegt der Versuchung, diese gleich zu wählen, denn die Schilderungen sind so glaubwürdig, dass man wissen möchte, ob diese die tatsächliche Rufnummer von Milagros ist.

Nach den Erlebnissen und neuen Erfahrungen klingt seine Reise schließlich aus, nachdem die Bauernfamilie den Zug verlassen hatte, sagt er: „…und ich hatte nun Zeit und Ruhe dem Verlauf des Tejos, an dem ich entlang fuhr, zuzuschauen und mich auf meine Tante und auf Weihnachten zu freuen.“ Mit dem Genießen der Landschaft auf dem letzten Teil seiner Reise schließt sich der Kreis mit dem Ausgangspunkt.

Dem Autor ist es gelungen, eine in sich geschlossene Reiseschilderung vorzulegen, die von einem sehr guten Sprach- und Schreibstil geprägt ist. So gelingt es ihm, seine Reisebegegnungen dem Leser anschaulich, glaubwürdig und spannend zu schildern.

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