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  • 22.07.2015 - 10:13

„Gemeinsam in Frieden leben!“ – 63. Europäischer Wettbewerb 2016 startet im Herbst

Während in einigen Bundesländern die Sommerferien noch nicht einmal begonnen haben, steht der Europäische Wettbewerb bereits in den Startlöchern für die 63. Runde. Nach mehrmonatiger Titelmotiv ohne EJ 2016Planung liegt seit heute die Ausschreibung für das Schuljahr 2015/16 vor. Übergreifendes Thema ist die friedliche Lösung von zwischenmenschlichen Konflikten.

Gegenüber dem Vorjahr wurden zahlreiche organisatorische Neuerungen umgesetzt:

  •  Alle Themen sind für die Bearbeitung über die Online-Plattform eTwinning zugelassen. Dies dürfte zu einer erneuten Steigerung der Teilnahmezahlen in diesem innovativen Wettbewerbszweig führen.
  • Ein Verstoß gegen formale Vorgaben und das Fehlen von Einverständniserklärungen führt nun zum Ausschluss von der Bundesjurierung. Die Handhabung auf Landesebene ist davon nicht betroffen.
  • Die Zustimmungsklauseln wurden deutlich verständlicher formuliert und konsequent auf die Perspektive des jeweiligen Schülers ausgerichtet. In Ergänzung dazu ist eine noch verständlichere Fassung der Klauseln in sog. Leichter Sprache online verfügbar.

Zum thematischen Hintergrund: Zwischen den Mitgliedstaaten der Europäischen Union herrscht seit Jahrzehnten Frieden. So positiv ist die Bilanz auf gesellschaftlicher Ebene leider noch nicht. Zwar ist die registrierte Kriminalität in der EU seit Jahren rückläufig, doch ein friedliches Miteinander zwischen Frauen und Männern ist keine Selbstverständlichkeit. Viele Gewalttaten geschehen im Verborgenen oder in zwischenmenschlichen Beziehungen. Frauen sind insbesondere Opfer von Gewalt, die sich aufgrund ihres Geschlechts gegen sie richtet. Sie tragen physische, sexuelle, emotionale oder psychische Schäden davon.

Der 63. Europäische Wettbewerb 2016 greift dieses Thema auf, erweitert aber den Rahmen und fragt, wie typische Konflikte friedlich gelöst werden können. In 13 altersgerechten Aufgabenstellungen sind Schülerinnen und Schüler aller Jahrgänge und Schulformen aufgefordert, sich unter dem Motto „Gemeinsam in Frieden leben!“ mit europäischen Werten wie Vielfalt, Gleichberechtigung und Zivilcourage auseinanderzusetzen.

Da vor allem die Schule den Alltag von Kindern und Jugendlichen bestimmt und hier ein Großteil ihrer sozialen Auseinandersetzungen und Lernprozesse stattfindet, steht der schulische Kontext im Vordergrund der Aufgaben. Schließlich können körperliche und verbale Gewalt oder Mobbing unter Mitschülern den Schulalltag zum Alptraum werden lassen. Aber auch in anderen Zusammenhängen begegnet Kindern und Jugendlichen Gewalt. Ein Phänomen, das in den letzten Jahren stark zugenommen hat, ist das sogenannte „Cybermobbing“ – also wiederholte Schikane im Internet. Die weitgehend unbeaufsichtigte Vernetzung und Kommunikation von Kindern und Jugendlichen in Online-Netzwerken produziert neue Konflikte, mit denen die meisten Schulen, Eltern und Pädagogen noch überfordert sind.

Die Wettbewerbsaufgaben handeln daher vom Zusammenhalt in der Klasse und von Freundschaft zu Migranten, vom Einsatz gegen Gewalt und vom Eintreten für Benachteiligte. Der Europäische Wettbewerb will damit zu einer Sensibilisierung für die friedliche Lösung von Konflikt- und Gewaltsituationen beitragen.

Siehe auch: Thema des 63. Europäischen Wettbewerbs 2016

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