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Bayern, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein starten Testlauf der Onlineanmeldung

Der Europäische Wettbewerb wäre heute mit 65 Jahren nicht der älteste und einer der erfolgreichsten Schülerwettbewerbe Deutschlands, wenn er nicht konsequent mit der Zeit gegangen wäre und sich den aktuellen europäischen Themen und Ausdrucksformen geöffnet hätte. Auch die Digitalisierung geht nicht spurlos am Europäischen Wettbewerb vorbei – nachdem in den letzten Jahren bereits digitale Inhalte und Methoden zunehmend mehr Raum im Wettbewerb eingenommen haben, steht nun auch die Digitalisierung der Verwaltungsstrukturen bevor.

In der laufenden Runde des Europäischen Wettbewerbs erfolgt die Anmeldung in den Ländern Bayern, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein nicht mehr wie bisher üblich in Papierform, sondern über eine Onlinemaske. In der kommenden 66. Wettbewerbsrunde wird dieses neue Verfahren bundesweit eingeführt.

Dieser Umstellung ging ein umfassender Planungs- und Umsetzungsprozess in den verschiedenen Gremien des Europäischen Wettbewerbs voraus. Seit 2012 steht das Kollegium der Berliner Bundesgeschäftsstelle in engem Kontakt mit Kolleginnen und Kollegen anderer Schülerwettbewerbe, die bereits mit Onlineanmeldungen arbeiten und berät sich mit Datenschutzexperten und Programmierern sowie den Förderern, Gremien und Landesbeauftragten des Europäischen Wettbewerbs. 2015 konnte dank einer zusätzlichen Förderung des Bundesbildungsministeriums das eigens für den Europäischen Wettbewerb entwickelte Datenbankkonzept realisiert werden. Im Schuljahr 2016/17 wurde es im Land Schleswig-Holstein getestet und mithilfe der Evaluationsergebnisse weiterentwickelt.

Grund für die Umstellung: Der dezentralen Administration des Europäischen Wettbewerbs in Bund und Ländern fehlte bisher eine gemeinsame Datenbasis, um die hohen Teilnahmezahlen von ca. 80.000 Schülerinnen und Schüler pro Schuljahr effizient verwalten und verlässlich erheben zu können. Die Anmeldung beim Europäischen Wettbewerb erfolgt bislang über zwei auszudruckende Formblätter, die handschriftlich ausgefüllt werden – neben der Tatsache, dass diese häufig unleserlich sind, bedeutet die erforderliche Übertragung der Daten einen enormen Arbeitsaufwand für die Landes- und Bundesstellen.

Die nun entstandene professionelle Teilnehmerdatenbank eröffnet insbesondere den Landesstellen eine deutlich effizientere Verwaltung. Sie können die Preisvergabe so bereits während der Landesjury digital erfassen und anschließend entsprechende (auch regional ausdifferenzierte) Preisträgerlisten veröffentlichen und u.a. systemisch Teilnahmebescheinigungen sowie Gutscheine für Reise- oder Sachpreise ausstellen. Ein Mitteilungssystem optimiert die Kommunikation mit Schulen, Lehrkräften und Teilnehmenden. Außerdem eröffnet die Datenbank künftig eine ausdifferenzierte statistische Auswertung des Wettbewerbs auf Bundes- und Landesebene.

In nur wenigen Schritten melden sich künftig zunächst die Lehrkräfte, anschließend ihre Schülerinnen und Schüler an. Die Lehrkräfte erfassen die von ihnen betreuten Schülerinnen und Schüler und deren Wettbewerbsarbeiten. Über einen passwortgeschützte Zugang können die Teilnehmenden ihre Daten – selbst oder mit Hilfe ihrer Erziehungsberechtigten – vervollständigen. Abschließend werden die Anmeldedaten ausgedruckt und an die Arbeit angebracht per Post an die Landesstelle geschickt.

Die Anmeldemaske ist ab sofort unter www.anmeldung-ew.de für die Länder Bayern, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein freigeschaltet. Bei Fragen zum neuen Anmeldeverfahren stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bundes- und Landesstellen Lehrkräften, Eltern oder Schülerinnen und Schülern gern zur Verfügung.

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