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Erlebnisbericht | Antonia live bei Junckers SOTEU-Rede

Antonia Dressel vom Gymnasium der Schulstifung Seligenthal Landshut in Bayern stellt anhand einer kreativen Kurzgeschichte über die junge Industriekauffrau Frieda exemplarisch Formen von Gewalt gegen Frauen am Arbeitsplatz dar. Ihr Text wurde beste Arbeit des Themas. Sie gewann als Auszeichnung die Einladung zum Europaseminar der Friedrich-Ebert-Stiftung nach Straßburg. Hier ihr Bericht:

Am Montag den 12. September 2016 kam ich nach einer kurzweiligen Zugfahrt im wunderschönen Straßburg an. Bereits auf dem Weg zum European Youth Centre – unsere Unterbringung- begegnete ich einigen anderen Seminarteilnehmern. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde, präsentierten die etwa 15 Teilnehmer ihre vielfältigen Wettbewerbsbeiträge. Anschließend bekamen wir noch eine Einführung in die Organe der EU. Am nächsten Tag hörten wir einen Vortrag zum Thema „Geh sterben – Aktiv gegen Hate Speech“, bevor wir dann nachmittags eine wunderschöne Bootsfahrt durch Straßburg machten, bei der wir mehr über den historischen Kontext der Stadt erfuhren.

Ausklingen ließen wir den Abend bei einem leckeren Abendessen im Stadtviertel „La Petite France“. Der Mittwoch erwies sich als der wohl spannendste Tag: Wir besuchten das Europaparlament mit seiner beeindruckenden und symbolreichen Architektur. Nach einem Vortrag über Rechtspopulismus und dem Fototermin mit Jo Leinen durften wir uns als Publikum in die gerade stattfindende Sitzung des EU-Parlaments begeben. Der Zeitpunkt hätte nicht besser gewählt werden können: Wir besuchten die Sitzung kurz nach der in den Medien überall präsenten Rede von Jean-Claude Juncker. Aufgeregt verfolgten wir nun die Kommentare der einzelnen Parlamentsmitglieder. Wobei bei den meisten Kommentaren um den heißen Brei herumgeredet wurde. Auch Marine Le Pen von Front National hörten wir und wurden entsetzte Zeugen einer flammenden Hassrede gegen die Europäische Union. Nach dieser Erfahrung ging es in den Europarat, der mit seinem Einsatz für die Einhaltung der Menschenrechte eine wichtige Institution für Europa darstellt. An unserem letzten Tag konnten wir uns glücklich schätzen, eine Führung durch die Studios des Kultursenders ARTE zu erhalten, sowie einen anschließenden Mittagsimbiss. Dann hieß es Abschied nehmen von einer tollen Woche, in der wir Europa hautnah erlebten, viele nette Menschen kennenlernten, interessante Gespräche führten und Gäste einer historisch geprägten, beeindruckenden Stadt waren. Nun war ich mir sicherer denn je: Ich wollte für die Zukunft eines toleranten, weltoffenen und bunten Europas eintreten.

Zu Antonias Text geht es hier:

Antonia Dressel

 

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