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Erlebnisbericht | Jessica schaut über den Tellerrand

Vom 26. Juni bis 1. Juli 2017 trafen acht deutsche Preisträgerinnen und Preisträger des Europäischen Wettbewerbs unter dem Motto  “United in diversity! Wishful thinking or reality in Europe? Young Europeans are debating“ an der Europäischen Akademie Otzenhausen zusammen. Eine Woche lang konnten sie sich mit Teilnehmern aus Griechenland, Kroatien und Polen austauschen. Jessica Prinz, Schülerin des Luther-Melanchthon-Gymnasiums in Wittenberg, hat sich im Schuljahr 2017/18 mit dem Thema „Mein Europa, dein Europa – unser Europa“  aus dem Modul 4 befasst. Dabei nutzte sie ein Portrait von Adenauer als Grundlage, das sie mit ihren Gedanken und Wünschen für die Zukunft „ausgefüllt“ hat. Was Jessica aus der Woche in Otzenhausen mitnehmen konnte und weshalb sie jedem rät, daran teilzunehmen, lesen Sie hier:

Foto: Jessica Prinz

„Ich hatte nun zum dritten Mal die Ehre oder besser gesagt die Chance, an der Jugendbegegnung teilzunehmen. Meine Freude war riesig, aber ebenfalls die Zweifel, dass bestimmte Erwartungen diesmal nicht erfüllt werden könnten. Aber schon am ersten Tag widerlegten sich diese Zweifel, denn die schon gut bekannte „Otzenhausenstimmung“ breitete sich aus. Damit meine ich das Interesse die anderen Teilnehmer kennen zu lernen, die Freundlichkeit, die Hilfsbereitschaft, die Akzeptanz… Alles das, was ich im Alltagsleben immer weniger erlebe.

Aber das positive Gefühl wird noch von vielen anderen Dingen perfekt gemacht: Es sind die jungen dynamischen Teamer, die man oft als solche gar nicht wahrnimmt. Es ist die Aufgeschlossenheit, die Intelligenz, die vielen verschiedenen Ideen und Erfahrungen, die sich von ganz Europa zusammenfinden und hier in der Begegnungsstätte zu einem großen Ganzen verschmelzen. 

Die Bildhaftigkeit und Tiefgründigkeit mit der man im Seminar etwas vermittelt bekommt, gleicht so gar nicht dem, was man aus dem Schulalltag heraus kennt. Statt bloßer Fakten sind es Meinungen, die diskutiert und zusammengetragen werden. Statt am Ende ein eindeutiges Ergebnis zu erhalten, sind es Richtungen, in die man gelenkt wird, um weiter zu interpretieren und nachzudenken.

Ich glaube, es sind diese Dinge, die mich unglaublich weit über den Tellerrand haben hinaus schauen lassen. Nach der Woche Otzenhausen bleiben nicht nur neue Bekanntschaften und Erinnerungen, bei mir ist auch wieder ein Stück Faszination hängen geblieben, dass die Welt so unendlich interessant und vielseitig ist – sogar noch nach meiner dritten Teilnahme! Ich würde jedem dazu raten teilzunehmen, wenn die Chance besteht.“

Unter der Rubrik „Erlebnisberichte“ sind weitere Reiseberichte unserer Preisträgerinnen und Preisträger. Empfehlenswert sind auch die „Stimmen des EW“ , wo unsere Teilnehmenden erzählen, wie sie ihre Wettbewerbsbeiträge erstellen. Du möchtest auch einen Beitrag einreichen? Dann schreib an team@ew2017.de!

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