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Erlebnisbericht | Muska, Lisa und Theresa reisen nach Brüssel

Muska Bariz, Lisa-Marie Blech und Theresa Strieder von der Adolf-Reichwein-Schule Limburg haben beim 63. Europäischen Wettbewerb ein Kinderbuch und ein Hintergrunddossier über häusliche Gewalt eingereicht. Für ihren beeindruckenden Wettbewerbsbeitrag wurden sie nach Brüssel eingeladen, trafen dort den Vizepräsidenten des Europäischen Parlamentes sowie zahlreiche andere Akteure und Orte des politischen Brüssel. Hier berichten sie von drei spannenden Tagen:

„Dienstag, 30.08.2016

Theresa, Lisa und ich trafen uns in Limburg am ICE Bahnhof. Hier begann unsere Reise nach Brüssel. Nach dem ersten Umsteigen freuten wir uns schon auf eine dreistündige, angenehme Fahrt. Alles begann gut. Nach etwa einer Stunde Fahrt mussten wir jedoch aufgrund technischer Störungen in Aachen aussteigen. Ein Bus sollte uns dann nach Verviers (Belgien) zum nächsten Bahnhof fahren. In Belgien angekommen mussten wir etwa eine Stunde auf den Zug warten, der uns schließlich nach Bruxelles Midi fuhr.

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Muska, Lisa und Theresa mit Rainer Wieland.

In Brüssel angekommen machten wir uns auf die Suche nach unserem reservierten Hotel. Um das Meininger Hotel zu finden nahmen wir eine Karte zu Hilfe und erreichten so schließlich nach einer weiteren halben Stunde unser Ziel. Im Hotel angekommen bereiteten wir uns auf unser Abendessen mit Herrn Wieland und seinen Arbeitskollegen, welches um 19 Uhr stattfinden sollte, vor und freuten uns bereits auf diesen Programmpunkt. Unter den Anwesenden waren Frau Krontal, Herr Wegmann, ein Praktikant sowie Frau Strunk, mit welcher wir vor unserer Reise bereits in Kontakt gestanden hatten.

Der Abend verlief in einer entspannten Atmosphäre nach einiger Nervosität unsererseits und wir erfuhren interessante Details über Herrn Wieland, seine Arbeit als Vizepräsident und auch über Brüssel. Besonders Herrn Wielands umfangreicher Terminkalender überraschte uns. Das Essen schmeckte ebenfalls und dank Herrn Wieland durften wir sogar etwas Trüffel probieren. Mit einem Taxi fuhren wir gegen 22 Uhr dann wieder zum Hotel zurück, wo wir uns schließlich alle drei ins Bett fallen ließen.

Mittwoch, 31.08.2016

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Auf der Dachterrasse mit Michael Gahler (links) und Friedrich von Heusinger.

Am Mittwoch begann unser Programm bereits sehr früh, da unser erster Termin mit der Landesvertretung von Hessen schon um 09:50 Uhr festgelegt war. Nach einem leckeren Frühstück machten wir uns auf dem Weg mit der Metro zum Europäischen Parlament. Frau Strunk zeigte uns den Weg zum Gebäude der Landesvertretung von Hessen, wo wir zunächst von einer Praktikantin empfangen wurden. Diese führte uns in die obere Etage, wo wir vom Leiter der Vertretung Friedrich von Heusinger, vom Leiter des Referates für EU-Förderprogramme Herrn Bingel sowie vom hessischen CDU-Europaabgeordneten Michael Gahler begrüßt wurden.

Zunächst begaben wir uns für ein Foto auf die Dachterrasse, von wo wir die Ausschicht über Brüssel genießen konnten. Nachdem uns sehenswerte Gebäude, die man von der Terrasse aus sehen konnte, gezeigt wurden, wie beispielsweise die Nationalbasilika des Heiligen Herzens, begaben wir uns in einen Konferenzraum. Nach einem intensiven Gespräch mit Herr Bingel über die Struktur und Aufgaben des Europäischen Parlament sowie der hessischen Landesvertretung, führte uns Herr  Bingel durch das Haus.

Nach diesem zweistündigen Aufenthalt gingen wir zurück zum Europäischen Parlament, um uns auf den Weg zum Mittagessen zu machen. Frau Strunk schlug uns vor, Brüssels berühmte Pommes zu essen und wir stimmten erfreut zu. Das Highlight des Tages war jedoch die Führung durch das Parlament sowie das persönliche Gespräch mit Herrn Wieland in seinem Büro, bei welchem es sowohl um lockere Themen wie Bücher als auch um ernste Themen wie Terrorismus ging. Herrn Wielands Schilderung über seine Erlebnisse und Gedanken am Tag des Anschlages fanden wir besonders interessant. Außerdem stellten wir erfreut fest, dass Herr Wieland uns jede gestellte Frage freundlich beantwortete, sodass die Zeit mit ihm viel zu schnell zu Ende ging.

Anschließend sahen wir bei der darauffolgenden Führung zum ersten Mal die Ausmaße des Parlaments sowie Räume, welche man nur aus den Medien kennt. Die Plenarsäle mit den Dolmetscherkabinen waren besonders interessant. Aber auch die Darstellung Europas als Frau in Form eines Gemäldes sowie verschiedene Skulpturen, welche andere Länder dem europäischen Parlament geschenkt hatten, weckten unser Interesse. Zudem staunten wir darüber, wie viele verschiedene Personen in diesem Gebäude arbeiteten, so dass man sich wie in einer eigenen kleinen Stadt fühlte.

Nachdem wir uns von Herrn Wieland verabschiedet und ihm für unseren Aufenthalt in Brüssel gedankt hatten, hatten wir unseren letzten Termin an diesem Tag mit der Pressereferentin der EVP-Fraktion Meike Bogdan. Wir setzten uns gemeinsam in einen Aufenthaltsraum, unterhielten uns dort zunächst über ihren spannenden Beruf. Dabei erfuhren wir, dass man mit verschiedenen Herausforderungen umgehen muss, bevor wir uns unter anderem dem Thema Brexit zuwandten. Aber auch unverfänglichere Themen waren Teil unseres Gespräches.

Schließlich verabschiedeten wir uns von Frau Bogdan und auch von Frau Strunk und verließen das Europäische Parlament, um anschließend das daneben liegende Parlamentarium zu besuchen. Dort wurde uns Näheres über die Geschichte des EP anhand von zahlreichen Bildern und Grafiken erzählt und in einem 360 Grad Kurzfilm wurden wir noch einmal darüber aufgeklärt, was sich im Inneren dieses Parlaments abspielt. Danach machten wir uns wieder auf den Weg ins Hotel und nach einem kleinen Abendessen in der Innenstadt begaben wir uns auf unsere Zimmer.

Donnerstag, 01.09.2016

Um am letzten Tag noch viel von der Stadt zu sehen, entschieden wir uns wieder früh aufzustehen und hatten bereits um 9 Uhr das Frühstück beendet. Während des Check Outs beschlossen wir unsere Koffer im Hotel zu lassen, damit wir ungestört die Stadt besichtigen konnten. In der Stadt angekommen besuchten wir erst einmal Souvenir Shops. Für Schokoladen-Liebhaber gab es Straßen mit kleinen Läden soweit das Auge reicht. Nach einigen Besichtigungen besuchten wir Klassiker wie H&M und gingen schließlich wieder zurück in unser Hotel, um unsere Koffer abzuholen und uns dann auf den Weg zum Bahnhof Gare du Midi zu machen. Mit der Metro kamen wir dort um 12:30 an.

Der Zug fuhr gegen 14 Uhr ab und mit der Rückkehr unseres Wlans auf dem Handy hieß es somit, sich von Belgien sowie interessanten, spannenden und unvergesslichen Tagen in Brüssel zu verabschieden  – mit dem Gefühl, die europäische Politik nun etwas besser verstanden zu haben.“

Hier erklären die drei ihren Wettbewerbsbeitrag:

Stimmen des EW | Kinderbuch gegen Gewalt

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