Aktuelles > Frisch renoviert ins Neue Jahr – das Arbeitshilfenportal des Europäischen Wettbewerbs

Frisch renoviert ins Neue Jahr – das Arbeitshilfenportal des Europäischen Wettbewerbs

Kurz nach dem Jahreswechsel hat der Europäische Wettbewerb das Arbeitshilfenportal grundlegend überarbeitet. Die umfangreiche Sammlung an Hintergrundinformationen und Unterrichtsmaterialien rund um EU-Themen wurden ergänzt um Hinweise zu Austauschprogrammen, zu EU-Kompaktkursen und -Seminaren, zu Anlaufstellen für europapolitisches Engagement und Informationen über EU-Bildungspolitik. Insgesamt hat sich das Materialangebot deutlich vergrößert. Außerdem gibt es nun durch Themenblöcke sowie eine Unterteilung in Schulstufen eine bessere Übersicht.

Das Arbeitshilfenportal ist eine Anlaufstelle für Lehrkräfte und Schüler/-innen, die am Europäischen Wettbewerb teilnehmen wollen. In drei verschiedenen Rubriken finden sich Materialien 1) zur aktuellen Wettbewerbsrunde, 2) zur Grundlagenbildung für Lehrende und 3) zum Einsatz im Unterricht. Besonders gute Quellen für didaktisches Material sind die Onlineangebote der Bundeszentrale für politische Bildung, der Europäische Kommission, der Europäische Zentralbank, des Europäische Parlament, die Offizielle Website der Europäischen Union (europa.eu) und Lehrer-online.

Die Arbeitsmaterialien zur Aktuellen Wettbewerbsrunde des 64. Europäischen Wettbewerbs wurden bereits zum Schuljahresanfang im Sommer 2016 recherchiert und zusammengestellt.  Jüngere Schüler/-innen werden vor allem durch Themen wie Kunst, Kultur, Bräuche, Kleidung, Musik und Sprache an Europa herangeführt. Beispielsweise informieren die Arbeitsblätter der aktion europa auf spielerische Weise über Kultur, Geografie und Sprachen in Europa.

Für Schüler/-innen des Sekundarbereichs stehen eher Politik, Wirtschaft und Zukunftsszenarien im Fokus der aktuellen Aufgaben und der angebotenen Arbeitsmaterialien.  Das Schulangebot der ZEIT befasst sich beispielsweise mit der Flüchtlingsdebatte, der Schuldenkrise, dem Brexit und Nationalpopulismus – eine gute Gelegenheit, um aktuelle europäische Themen im Klassenzimmer zu diskutieren. Schüler/-innen werden dazu angeregt, sich kritisch mit der weiteren Entwicklung der EU auseinandersetzen.

Das Arbeitsmaterial zur Sonderaufgabe, die sich Flüchtlingen und dem Thema Migration widmet, wurde deutlich erweitert. Edeos – digital education ist eine beispielhafte Plattform, die Schüler/-innen für die Thematik sensibilisiert. Sie bietet Erklärfilme, interaktive Infografiken und Unterrichtsmaterialien an.

Das Grundlagenwissen für Multiplikatoren stattet Lehrende mit vielen nützlichen Informationen zur Geschichte der EU sowie zu Institutionen und Funktionsweise aus. Die Bundeszentrale für politische Bildung etwa stellt Essays zu den Themen Identität, Euroskepsis und Sprachenpolitik zur Verfügung. Darüberhinaus bietet europa.eu ein breites Spektrum an grundlegenden Informationen über die Europäische Union wie Mitgliedstaaten, Wirtschaft, Politik, Geschichte, Institutionen und Berufsmöglichkeiten in der EU.

Die Rubrik wurde ergänzt um Hintergrundinformationen zur politischen und institutionellen Umsetzung der Bildungspolitik innerhalb der EU. Dass Bildungspolitik in die Zuständigkeit der Mitgliedstaaten fällt, weiß so gut wie jeder. Doch zur europäischen Integration gehört, dass es trotzdem Rahmen für die Zusammenarbeit der Mitgliedstaaten gibt – etwa im Bereich Bildung. Und diese Zusammenarbeit wird immer stärker. Fundierte Informationen darüber bieten unter anderem der Rat „Bildung, Jugend, Kultur und Sport“ der Europäischen Union und die Kultusministerkonferenz.

Eine weitere Ergänzung stellen die Informationen zu Bildungsprogrammen und -projekten dar. Hier stehen die Vernetzung mit anderen Europainteressierten sowie die europabezogene Weiterbildung für Lehrkräfte im Vordergrund. Ein Beispiel hierfür ist das EU-Programm eTwinning, das die internationale Projektarbeit im Intenet ermöglicht. Das Programm „Europa macht Schule“ hingegen vermittelt Schulen europäische Gaststudent/-innen für ein interkulturelles Projekt.

Eine ähnliche Erweiterung findet sich auch im Didaktischen Material für den Unterricht. Die Rubrik verfügt ebenfalls über die neue Sektion „Bildungsprogramme und -projekte“ – hier können sich Schüler/-innen über die Arbeit und das Studium in der EU, über Freiwilligendienste und über Seminare zur Europapolitik, angeboten von den Jungen Europäischen Föderalisten Deutschland, informieren. Aktiv für Europa engagieren können sich Jugendliche im Alter von 16 bis 24 Jahren beispielsweise im Netzwerk der Young European Professionals.

Neben diesen spannenden Hinweisen liegt das Hauptaugenmerk der Kategorie auf konkreten Unterrichtsmaterialien. Für Grundschüler/-innen sind diese weitaus umfangreicher als zuvor. Portale wie europa.eu, Böser Wolf e.V., das Auswärtige Amt und die Europäische Zentralbank führen Kinder spielerisch an Europa-Themen heran. Der Sekundarbereich ist nun zur besseren Übersicht in die Sekundarstufen I (Klassen 5-10) und II (Klassen 11-13) unterteilt. Auch hier stehen Lehrkräften spannende didaktische Materialien zur Verfügung, zum Beispiel vom Bundesfinanzministerium, das auf Wirtschafts- und Finanzthemen spezialisiert ist, wie etwa die Stabilisierung des Euroraums. Für Schüler/-innen der Sekundarstufe I hält die Stiftung Jugend und Bildung eine Materialdatenbank rund um die EU-Sozialpolitik bereit.

Die genannten Beispiele sind nur einige der vielen Angebote, die im Arbeitsshilfenportal des Europäischen Wettbewerbs zu finden sind. Bei der Bereitstellung von Materialien wird besonderer Wert darauf gelegt, dass Europa kreativ und attraktiv ins Klassenzimmer gebracht wird. Mit dem Arbeitshilfenportal und dem Newsletter „Europa in der Schule“, der vierteljährlich neue Ansätze in der Europabildung  präsentiert, bündelt der Europäische Wettbewerb möglichst vielfältige kreative Ansätze der Europabildung in und außerhalb der Schule.

 

keine Kommentare

Ihre Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.
Abbrechen