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  • 22.03.2017 - 13:55

Jetzt wirds spannend – die Bundesjury tagt!

© EBD

Am kommenden Montag beginnt die wichtigste Woche des Jahres für den Europäischen Wettbewerb – die Bundesjury tagt und bewertet die besten Schülerarbeiten der abgeschlossenen 64. Wettbewerbsrunde. Traditionell tagt das zentrale Gremium des Schülerwettbewerbs jedes Jahr in einem anderen Bundesland. In diesem Jahr sind die 18 Juror/innen und die Mitarbeiter/innen der Berliner Geschäftsstelle zu Gast in Hessen, einem Land mit einer starken Verankerung des Wettbewerbs an Schulen und hohen Beteiligungszahlen. Der Europäische Wettbewerb wird in Hessen vom Kultusministerium finanziert und von dem engagierten Landesbeauftragten Fabian Klaes organisiert. Unterstützt wird er dabei rege von den Kreisverbänden der Europa Union.

Das gastgebende Land lädt die Mitglieder der Bundesjury traditionell zu einem Ausflug ein. Am Donnerstagnachmittag wird die Jury zu einem bunten Kulturprogramm nach Frankfurt am Main aufbrechen – die Paulskirche, eine Schifffahrt und eine Margritte-Ausstellung sorgen für politische wie kulturelle Inspiration. Der Abend klingt aus bei einem gemeinsamen Essen, bei dem leider in diesem Jahr gleich drei Juror/innen verabschiedet werden.

Doch vor der Kür kommt die Pflicht. In der 64. Wettbewerbsrunde wurden 1.943 Schülerarbeiten auf Bundesebene eingereicht – das ist zwar nur ein Bruchteil der mehreren zehntausend Arbeiten bundesweit, aber immerhin fast 300 Arbeiten mehr als die Bundesjury im Vorjahr zu bewerten hatte. Ein hoffentlich gutes Zeichen für die Beteiligungszahlen und die hohe Qualität der Arbeiten der aktuellen Runde.

Die erfahrenen Lehrkräfte arbeiten entsprechend ihres fachlichen Hintergrundes in Teiljurys – die Grundschul- und Kunstpädagogen in der Bildjury, die Politik- und Deutschlehrkräfte in der Textjury und diejenigen mit Medienerfahrung jurieren die Videobeiträge. Den Löwenanteil hat dabei die Bildjury zu bewerten, die Textjury hat etwa 200 und die Medienjury 160 Arbeiten zu sichten. Mit besonderer Spannung erwartet werden die ca. 100 Beiträge zur Sonderaufgabe, die sich speziell an geflüchtete Schüler/innen gerichtet hat.

Bis Mittwochabend vergeben die Jurys insgesamt 581 Bundespreise – darunter Bücher und Spiele für die jüngeren Schüler, Geldpreise für die Gruppenbeiträge und spannende Reisepreise für die älteren Schüler. Auch in diesem Jahr können sich 60 Schüler/innen über Einladungen der Bundeskanzlerin und des Bundestagspräsidenten nach Berlin freuen oder dank der Friedrich-Ebert-Stiftung nach Straßburg reisen, jüngere Schüler können an internationalen Seminaren in Bad Marienberg und Otzenhausen und am Kunstworkshop in Wettin teilnehmen. Auch der Vizepräsident des Europäischen Parlaments, Rainer Wieland, lädt Schüler zu sich nach Brüssel oder Straßburg ein. Dank der Unterstützung des nordrhein-westfälischen Kultusministeriums kann 24 Preisträger/innen der Sonderaufgabe ein maßgeschneidertes Seminar der kulturellen Bildung für geflüchtete Kinder und Jugendliche angeboten werden.

In der Tagungswoche finden neben der Juryarbeit zwei wichtige Sitzungen statt: Am Donnerstagvormittag beschließt die Bundesjury ihre Themenvorschläge für die kommende 65. Wettbewerbsrunde, die sich an dem für 2018 geplanten Europäischen Kulturerbejahr orientieren wird. Am Freitag reisen dann die Mitglieder des Lenkungsausschusses an, um sich die Ergebnisse der diesjährigen Wettbewerbsrunde zeigen zu lassen und zugleich die Weichen für die neue Runde zu stellen.

Die Mitarbeiter der Geschäftsstelle werden während der Jurywoche über Facebook und Twitter berichten. Einen Blick hinter die Kulissen der Bundesjury ermöglicht der Kurzfilm, der 2014 in Erfurt gedreht wurde:

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