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  • 10.03.2017
Hessen

Landesjury des 64. Europäischen Wettbewerbs in Hessen

„ … Eine Hoffnung für viele“

© Fabian Klaes

„Europa war ein Traum weniger. Sie wurde eine Hoffnung für viele.“ Die Aktualität dieses Zitats Adenauers postuliert eine Schülerin der Adolf-Reichwein-Schule in Limburg in ihrer Rede zu 64. Europäischen Wettbewerb.
LehrerInnen aus ganz Hessen, besonders aber aus den Kreisen Fulda, Limburg, Kassel, Offenbach, Marburg, Wiesbaden und dem Hochtaunuskreis reichten die besten von 6500 in Hessen angefertigten Arbeiten ihrer SchülerInnen an die Landesjury weiter, die vom 20. bis 23. Februar 2017 an der Ricarda Huch Schule in Dreieich-Sprendlingen tagt. Kultur ist immer im Wandel, sie ist eine Brücke zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Der 64. Europäische Wettbewerb 2017 schickt Schülerinnen und Schüler auf Spurensuche in Europas reichen Kultur-schatz und ermutigt sie, die kulturelle Vielfalt Europas selbständig zu erforschen.
Auch dieses Jahr konnten Schülerinnen und Schüler von der 1. bis zur 13. Klasse den „Europäischen Gedanken“ in 13 altersgerechten Modulen in den Unterricht integrieren. Die Themenstellungen reichen von z.B. „So feiert man in Europa.“ Oder „Europäische Sagengestalten heute“ über die Bewerbung zur „Europäischen Kulturhauptstadt?“ bis hin zu „Mein Europa, dein Europa – unser Europa“ und, angesichts des Jubiläums, zu Themen wie: „500 Jahre Reformation“ Zusätzlich bietet die Sonderaufgabe: „In Europa angekommen – und nun?“ die Möglichkeit zur kreativen Auseinandersetzung mit den Ideen, Wünschen, Hoffnungen und Vorstellungen der neu Angekommenen in Europa. Die Themen konnten von den Schülerinnen und Schülern auf bildnerische, schriftliche oder multimediale Art dargestellt und auch über die Plattform eTwinning.de in Kooperation mit anderen europäischen Schulen bearbeitet werden.

Nach Abschluss der Landesjury wird eine Auswahl der besten hessischen Arbeiten in die nächste Runde zur Bundesjurywoche im März weitergereicht. Neben attraktiven Sach- und Geldpreisen gibt es auch in diesem Jahr mehrtägige Fahrten nach Berlin oder Brüssel auf Einladung der Bundeskanzlerin oder des Bundestagspräsidenten sowie Seminare in Straßburg zu gewinnen.

Besonders vielversprechend sind in diesem Jahr Arbeiten der Mathildenschule in Offenbach, der Adolf-Reichwein-Schule in Limburg, der Humboldtschule in Bad Homburg, der St. Angela Schule in Königstein, der Justus Liebig Schule in Darmstadt, der Freiherr vom Stein Schule in Gladenbach, der Wilhelm-Leuschner-Schule in Mainz-Kostheim sowie der Georg-Büchner-Schule in Rodgau.

In vielen kreativen Werken ist in diesem Jahr eine kritische Auseinandersetzung mit gegenwärtigen und zukünftigen europäischen Herausforderungen z. B. über die Vielfalt der Kulturen sowie deren Erbe zu erkennen. Denn „Sie ist notwendig, da sie uns nach Adenauers Vorstellung Sicherheit und Freiheit bietet und uns als Gemeinschaft freier Völker und freier Staaten vereint.“ (Nanna Meyer, 18 Jahre).

+++Beste schriftliche Arbeiten Hessens im 64. Europäischen Wettbewerb+++

Sonderthema
Die Schülerinnen Julia Kremer aus Hundsangen und Aenne Altbrod aus Dreikirchen gestalteten ein Kinderbuch, in dem zwei Perspektiven des Neuankömmlings und des Einheimischen kindgerecht illustriert wurden. Darüber hinaus übersetzte dies der Schüler der InteA-Klasse für Neuankömmlinge Ali Jahjah aus Syrien der Adolf-Reichwein-Schule aus Limburg.

Modul 4.3 500 Jahre Martin Luther
Jana Krüger aus Groß-Umstadt stellt in Anlehnung an Luther mehrere Thesen für die heutige Zeit auf, so setzt sie in sich ihrer Rede für Toleranz und stellt fordert dazu auf „den Vorurteilen die Chance geben, falsch zu sein“.

Modul 4.2 Mein Europa – dein Europa – unser Europa!
Marcel von Brasche Baloun aus Elz führt zwei Interviews mit einer jungen Japanerin und einem 90-jährigen deutschen Rentner über die Bedeutung von Europa. Emotional wird es ganz besonders als der hochbetagte Mann an die Jugend appelliert in dem er an seine schrecklichen Erlebnisse erinnert: „Ich hab nur das Elend, der Kriege miterlebt, das dürft ihr nicht mehr erleben“.

Modul 4.1 Ist das Kunst, oder?
In ihrem Blog setzte sich Angela Okereke aus Limburg mit dem Umgang der Europäer mit ihrem Kulturerbe auseinander und führt die sehr gut recherchierten Informationen auch in ihrer Hausarbeit kritisch auf. Weitere Informationen finden Sie unter dem Link https://lebensalter.tumblr.com/.

Modul 3.3 Europäische Kulturhauptstadt
Maike Behlau und Marie Schäfer aus Limburg erstellten eine Bewerbung für die Europäische Kulturhauptstadt. Sie wählten Wiesbaden aus und führten dazu mit Passanten Interviews durch, die die kulturellen Vorzüge der Landeshauptstadt in den Mittelpunkt stellten.

Modul 3.2 Europa 4.0 – Beam me to 2027
Lina Marie, 8. Klasse aus der Fuldaer Marienschule. Sie schreibt aus der Sicht 2027 mit interessanten Eindrücken in das Leben der Zukunft und beamt sich zum Schluss wieder zurück in die Gegenwart. Der E-Phasenschüler ergänzt hierzu von Albert Einstein: „Die Zukunft betrifft uns alle, egal ob Jung oder Alt. Wie werden alle in ihr leben und daher ist es sinnvoll ein Blick darauf zu werfen. Denn einzig und allein der Mensch ist dazu in der Lage sie so zu formen, dass sie gut aber auch schlecht sein kann.“ Entscheidungen, die jetzt getroffen werden, haben positive oder negative Auswirkungen in der Zukunft“.

Modul 2.2 Sagengestalten heute
Julius Canradin Wagner aus der Einhardschule in Seligenstadt führt an, „die großartige Epoche des Friedens darf nicht einfach aufgegeben werden! Und dafür braucht es jeden vernünftigen Menschen. Jeder muss wachsam sein und den Mund aufmachen…“. Auch Marieke Mattheß, von der Edith-Steinschule aus Darmstadt setzt sich mit einer Sagengestalt auseinander und unternimmt eine Zeitreise aus dem Mittelalter in unsere heutige Zeit.

Die Siegerehrung der hessischen Bundespreisträger findet am Montag, den 08. Mai 2017 im Hessischen Landtag statt. Weitere Informationen zum Europäischen Wettbewerb und aktuelle Bilder können auch auf der Webseite des Europäischen Wettbewerbs www.ewhe.de abgerufen werden.

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