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Erlebnisbericht | Charlotte wird zur Burgkünstlerin in Wettin

Bereits zum vierten Mal wurde vom 17. bis 22. Juli 2016 für Preisträger des Europäischen Wettbewerbs ein spezielles Kunstseminar im Burggymnasium Wettin (Sachsen-Anhalt) veranstaltet. Bundesjuror, Künstler und Kunsterzieher Burghard Aust nutzte die Sommerferien, um die Preisträger des Europäischen Wettbewerbs an der umfangreichen Ausstattung des Gymnasiums teilhaben zu lassen und bot den Teilnehmern ein breit gefächertes Angebot an kreativer Ausdrucksformen und künstlerischer Techniken zur praktischen Vertiefung ihres Talents.  Charlotte Ulbricht, die die Teilnahme für eine bildnerische Arbeit gewonnen hatte, berichtet von einer spannenden Woche:

„Nach der Ankunft am Sonntag, nach ausgewogenen Unterhaltungen, geschlossenen Freundschaften, vielem Lachen sowie Spielen auf dem Steinbalkon am Abend konnte man sich auf eine schöne Woche freuen.

Teilnehmer des Kunstseminars bei der konzentrierten Arbeit im Atelier Foto: © EBD / F.Strasser

Teilnehmer des Kunstseminars bei der konzentrierten Arbeit im Atelier Foto: © EBD / Strasser

Am nächsten Morgen, dem 18. Juli, frühstückten wir im Burg Café und gingen dann auch schon an die Pinsel und Farben. Ein großes, helles Atelier verwandelte sich schnell zu einer Werkstatt, in der es stark nach Ölfarben roch. Jeder malte was ihm in den Sinn kam und es entstanden viele interessante Bilder. Manche versuchten sich an Menschen, Gesichtern oder Meerjungfrauen, Papageien, geschwungenen Farbenspielen oder einfach nur einem Feuerlöscher.

Die Ergebnisse des Workshops lassen sich sehen! Foto: © EBD /Strasser

Die Ergebnisse des Workshops lassen sich sehen! Foto: © EBD /Strasser

Am Dienstag wurden Staffeleien aufgebaut und zwei Gipsfiguren dienten als Vorbild für die weiblichen Aktzeichnungen, die von uns angefertigt wurden. Danach haben wir mit Kohle und Kreide Zeichnungen aller Art gezeichnet. An diesem heißen und sonnigen Nachmittag besuchten wir das Kunstmuseum in Moritzburg, das eine interessante und schöne Ausstellung von Vincent van Gogh, Kirchner, Rottluff, Heckel bis Félix Vallotton oder Toulous Lautrec beherbergt. Bewundernd und konzentriert schauten wir uns die Gemälde der originalen und wagemutigen Meister an. Danach hatten wir  Zeit, die Innenstadt von Halle  zu erkunden.

Am Mittwoch beschäftigten wir uns mit Naturstudien aus Öl und Bleistift. Den Nachmittag verbrachten wir an einem See. Es war eine sehr fröhliche und aufregende Zeit zusammen.

Projektleiter Florian Strasser zu Gast. © Charlotte Ulbricht

Donnerstag bekamen wir hohen Besuch: Florian Strasser, der Projektleiter des Europäischen Wettbewerbs, begleitete uns den Vormittag durch. Wir widmeten uns verschiedenen Radierungen und der Tisch war übersät mit angefertigten Drucken, Kupferdruckpapier und Zeitung. Am Nachmittag fuhren wir nach Halle-Ost, um dort das Freilichtmuseum für Grafitti anzuschauen. Die beeindruckenden Bilder bedeckten sämtliche Gebäude. Danach gingen wir ins Stadtviertel Glaucha, um in einem Hinterhof selbst mit Spraydosen, die wir davor gekauft hatten, Bilder an die Wand zu sprühen.

Als es dunkel wurde, machten wir ein Teelicht in eine ausgehüllte Melonenhälfte und ließen diese über den Fluss bei Wettin, der Saale, treiben. Allmählich verschwand das leuchtende Schiffchen in Schwarze … Danach kehrten wir zurück zur Burg und ließen die Woche mit einer Diashow mit den ganzen Fotos der Woche ausklingen.“

Mehr Fotos vom Kunstseminar gibt es in unserem Facebook-Album zu sehen.

Hier findet ihr alle „Stimmen des EW“. Ihr möchtet auch erzählen, wie ihr euren Wettbewerbsbeitrag erstellt habt oder was ihr dank des Europäischen Wettbewerbs erlebt habt? Schreibt an team@ew2016.de!

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