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  • 20.07.2017 - 10:28
Bayern Stimmen des EW

Stimmen des EW | Hannas kritischer Blick aufs Geld

© EBD/ H.Ortmann

Hanna Schleicher (16) vom Johann-Andreas-Schmeller-Gymnasium in Nabburg hat sich in ihrem Bild kritisch mit der negativen Rolle des Geldes auseinandergesetzt und wie es heutzutage Konkurrenz- und Leistungsdruck fördert. Dafür wurde sie mit einer Einladung der Bundeskanzlerin zu einer dreitägigen Reise nach Berlin belohnt. Hier erklärt sie uns, was sie mit ihrem Bild ausdrücken wollte.

„Ich habe mich mit dem Thema „4-2: Mein Europa, dein Europa – unser Europa! Wo ist Europa für Sie Traum und Hoffnung? Wo wird Europa für Sie im Alltag notwendig?“ auseinandergesetzt. Neben dem kulturellen Erbe steht die EU auch für eine Währungseinheit. Meine grundsätzliche Idee war es, die Konsequenzen des Geldes darzustellen, ohne persönliche Kritik auszuüben. Neben der Ernsthaftigkeit des Themas war mir besonders der künstlerische Aspekt wichtig. Deshalb wollte ich eine Zeichnung erstellen, die verständlich ist, aber die Menschen dennoch zum Nachdenken anregt.
Die Hände stehen stellvertretend für den Menschen, der begierig nach Anerkennung, Lob, Macht und Geld ist – allein dafür wäre er bereit alles zu tun. Doch wie jedes Suchtmittel, so hat auch Geld gefährliche Nebenwirkung: es fördert egoistisches Verhalten (er meint eher, andere nicht zu brauchen, und erwartet von ihnen, ihre Probleme selbst zu lösen). Der Mensch strebt immer nach mehr, stürzt sich dabei in Arbeit und erbringt Höchstleistungen. Begünstigt wird dies durch den täglichen Leistungs- und Prestigedruck. Letztlich gefährdet er dadurch sich selbst und erkrankt durch die Überlastung an Burnout, ohne es rechtzeitig zu merken. Durch derartige Erkrankungen ist er an Medikamente gebunden und greift teilwiese auf Drogen zurück. Zusammenfassend ist Geld nur Papier, mit dem alles beginnt.
Ich habe darauf geachtet, dass die Farben im Kontrast zueinanderstehen, sodass zwei voneinander getrennte Abschnitte entstehen: der Mensch als verletzliches Lebewesen und die Bedrohung durch Geld und Medikamente. Die Basis der Zeichnung besteht aus einer Schicht Marker und darüber habe ich mit Bleistiften und Buntstiften gearbeitet.
Ausgezeichnet wurde mein Beitrag mit dem Preis der Bundeskanzlerin, wodurch ich die Möglichkeit hatte, 3 Tage lang Berlin zu erkunden. Alles in allem kann man sagen, dass die Reise ein voller Erfolg war. Es war eine einmalige Erfahrung mit so vielen freundlichen und aufgeschlossenen Personen in Kontakt zu kommen, neue Erfahrungen zu sammeln und hinter die Kulissen – z.B. im Bundeskanzleramt – zu schauen.“

Hannah Schleicher

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