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Stimmen des EW | Jonathan kritisiert Europas Kolonialismus

Beim Europäischen Wettbewerb geht es nicht darum, die Europäische Union zu „bewerben“. Im Gegenteil – es geht um eine eigenständige und gerne auch kritische Auseinandersetzung mit der europäischen Idee und der Europäischen Union. Jonathan Tröbs von der Gustav-von-Schlör-Schule in Weiden hat genau das getan und in Europas kolonialer und kriegerischer Geschichte viel Kritikwürdiges gefunden. In seiner beeindruckend gezeichneten Bildgeschichte erbricht der europäische Kontinent seinen eigenen zerstörerischen Expansionsdrang und schrumpft dadurch zu seiner eigentlichen Größe. Jonathan konnte seine kritische Arbeit im Juni im Bundespresseamt vorstellen, dort war er auf Einladung der Kanzlerin zu Gast:

Jonathan Tröbs„Ich glaube, wir als Europäer sind aktuell nicht in der Position unsere eigenen Werte feiert zu dürfen, da wir ihnen – auch wen sie großartig sein mögen – nicht wirklich gerecht werden. Europa ist aufgrund seiner Geschichte an so ziemlich allem mit verantwortlich, was zurzeit in der Welt schiefläuft. Es gibt fast kein Problem, das nicht in irgendeiner Weise durch die unverantwortliche Kriegs- und Kolonisationspolitik unserer Vorfahren mit verursacht wurden.

Kolonisation und überlegene Waffentechnologie haben Europa reich und mächtig genug gemacht, um sich Frieden und Demokratie leisten zu können, während der Rest der Welt dank uns zu schwach und verarmt ist, um derartigen Standards entsprechen zu können. Subtrahiert man die überlegenen Kriegstechnologien (Schießpulver etc.), die den Kolonialismus erst ermöglicht haben, ist Europa nur ein kleiner, rohstoffarmer Kontinent, der in der zivilisatorischen Entwicklung lange hinter dem Rest der Welt hinterhergehinkt hat.“

Zu Jonathans Bildgeschichte: „A brief history of Europe“:

Jonathan Tröbs

Hier findet ihr alle „Stimmen des EW“. Ihr möchtet auch erzählen, wie ihr euren Wettbewerbsbeitrag erstellt habt oder was ihr dank des Europäischen Wettbewerbs erlebt habt? Schreibt an team@ew2016.de!

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