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Stimmen des EW | Miron malt gegen Gewalt

Wie stellt man Gewalt gegen Frauen und Kinder dar, ohne es zu plakativ zu gestalten, ohne Schläge oder Wunden zu zeigen? Dieser Herausforderung hat sich Miron Evert von der Ernestinenschule in Lübeck gestellt und eine eindringliche Serie von Collagen geschaffen:

Miron Evert

© EBD/ Ortmann

„Meine grundsätzliche Idee war es, die Konsequenzen der häuslichen Gewalt darzustellen, ohne tatsächliche Verletzungen zu zeigen. Dies soll das ernste Thema nicht verharmlosen, sondern den künstlerischen Aspekt des Wettbewerbs betonen. Bei der Gestaltung meiner Plakatserie war es mir außerdem wichtig, dass die Collagen auf den ersten Blick verständlich sind und es jedem Betrachter leicht fällt, die Botschaft zu verstehen.

Die weinenden Menschen auf den Bildern symbolisieren die psychischen Folgen von Gewalt. Ich habe Personen gewählt, die statistisch am häufigsten Opfer von Gewalt werden: Frauen und Kinder. Die leblosen Statuen, die jeweils einen großen Teil der verweinten Gesichter verdecken und sich wie eine Maske über die Personen legen, veranschaulichen durch die partiellen Zerstörungen die physischen Folgen.

Ich habe darauf geachtet, dass ich bei der Farbgebung auf knallige Farben verzichte, um die Ernsthaftigkeit der Thematik zu unterstreichen. Der Slogan der Plakate ist sehr einfach und einprägsam gestaltet und bleibt damit in den Köpfen der Betrachter. Die Linie in der unteren Hälfte der Wörter symbolisiert einen Schlussstrich.“

Zu Mirons Bildcollage zum Thema „Gewalt im Alltag“

Hier findet ihr alle „Stimmen des EW“. Ihr möchtet auch erzählen, wie ihr euren Wettbewerbsbeitrag erstellt habt oder was ihr dank des Europäischen Wettbewerbs erlebt habt? Schreibt an team@ew2016.de!

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