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Erlebnisbericht | Tims tolle Tage beim Europaseminar in Otzenhausen

Vom 23. bis 30. Juli 2016 trafen sich 26 Preisträger des Europäischen Wettbewerbs aus fünf europäischen Ländern in der Europäischen Akademie Otzenhausen (Saarland) für die speziell für den Europäischen Wettbewerb veranstaltete Europäische Jugendbegegegnung. Sie diskutierten gemeinsam zu den aktuellen Wettbewerbsthemen und zu den Herausforderungen interkultureller Gemeinschaften und besichtigten in Straßburg und Schengen europäische Institutionen wie den Europarat. Tim Dengel vom Hohenstaufen-Gymnasium Eberbach schildert seine Erlebnisse:

„Καλημέρα, Dobar dan, dobrý deň, Dzień dobry und Guten Tag zu meinem kurzen Bericht über meine Jugendbegegnung in der Europäischen Akademie Otzenhausen vom 23.07.16 – 30.07.16. Als ich von meinem Gewinn erfuhr, war mir zunächst unklar was mich hinter der Bezeichnung „Europäisches Jugendseminar” erwarten würde. Nach einiger Unsicherheit, entschloss ich mich jedoch meinen Gewinn wahrzunehmen, auch mit dem Hintergedanken, dass dies eine einmalige Erfahrung werden würde. So machte ich mich am 23. Juli mit dem Zug auf die Reise ins saarländische Otzenhausen.

Angekommen in der Akademie stellte ich fest, dass ich mit zwei anderen deutschen Teilnehmern der Erste war. Uns wurde mitgeteilt, dass die weiteren Teilnehmer erst abends ankommen würden. Somit verweilten wir uns die Zeit bis zum ersten gemeinsamen Treffen mit dem Erkunden der Akademie. Schnell stellten wir fest, dass das Gelände top modern und gepflegt ist, auch unsere Zimmer waren hell und sauber. Ich teilte mir das Zimmer zusammen mit einem der Deutschen und einem Polen, welcher am Abend eintraf.

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© Europäische Akademie Otzenhausen, Brandt

Als die weiteren Teilnehmer schließlich ankamen wurde es schon dunkel. Da alle von ihren langen Anreisen hungrig waren gab es nun erst einmal Abendessen. Auch hier stellte sich zur Freude aller heraus, dass das Essen sehr gut und vielfältig war, was sich auch im Verlauf der Woche immer wieder bestätigte. Auch eine Vielzahl an veganen Gerichten wurde angeboten. Besonders anzumerken ist jedoch die nachhaltige Küche, so wurden viele, übrige Zutaten des Vortages am folgenden Tag verarbeitet. Dies führte aber keinesfalls zur Eintönigkeit, sondern ich war vielmehr überrascht, wie ideenreich und lecker neue Gerichte daraus zubereitet wurden.

Nach dem Abendessen versammelten wir uns in einem der vielzähligen Seminarräume der Akademie, worauf sich das Begleiterteam vorstellte und wir anschließend eine Führung durch die Räumlichkeiten bekamen, damit wir uns in den kommenden Tagen zurecht finden. Da jeder von seinem langen Reisetag müde war und uns in der vor uns liegenden Woche einiges erwarten würde, gingen wir anschließend zu Bett.

 Der darauffolgende Tag begann nach dem Frühstück zunächst mit Kennenlern-Spielen. Die auch schon am gestrigen Abend herrschende Schüchternheit, gepaart mit einer gewissen Neugier, verflog hierbei bei allen Teilnehmern schnell worauf sich die Stimmung in Offenheit und Freundlichkeit umwandelte.

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© Europäische Akademie Otzenhausen, Brandt

Mit diesem positiven Start wurden uns von den Begleitern die Themen der Woche vorgestellt und wir begannen mit einer Einführung in das erste Thema. Insgesamt arbeiteten wir die Woche über an diversen Themenbereichen, wie „Stereotypen”, „Solidarität”, „Europa” und „Frieden und Krieg”. Hierbei passt das Wort „Arbeit” nicht eindeutig, da die Bearbeitung der Themen stets spielerisch, kreativ und vielfältig war.

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© Europäische Akademie Otzenhausen, Brandt

So fertigten wir Collagen an, machten Rollenspiele und spielten Theater. All dies war mit weiteren Kennenlern-Aktionen durchmischt, sodass der Zusammenhalt und die Gemeinschaft stetig gestärkt wurde. Am Abend präsentierten die einzelnen Teilnehmer ihre Herkunftsländer und –orte. Hierbei war es interessant zu sehen wie einzigartig die Heimatländer der Teilnehmer, Griechenland, Polen, Kroatien und die Slowakei sind.

Das Interesse geweckt, wurde auch das Seminar mit weiteren kleinen Einlagen ergänzt um die Kultur und Sprache der anderen Nationen näher kennenzulernen. So spielten wir Fragerunden und es gab auch kleinere Sprachkurse. All dies führte zum besseren Kennlernen und Verständnis der Anderen. Der größte Aspekt des Näher-Kennenlernens spielten allerdings die täglichen Abende welche uns zur freien Verfügung standen.

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© Europäische Akademie Otzenhausen, Brandt

Dabei trafen wir uns im Jugendraum der Akademie, wobei wir feierten, Musik hörten und in der ein oder anderen Runde Billard oder Tischkicker gegeneinander antraten. Hierbei kamen wir uns alle näher, tauschten unsere Kontakte aus und schlossen die ein oder andere Freundschaft. Gleichzeitig verschwand auch schnell meine Befürchtung, dass meine alleinigen Schulkenntnisse in Englisch nicht zur Verständigung ausreichen würden. Jeder saß hierbei im selben Boot und falls doch einmal ein wichtiges Wort fehlte war das Handy mit der passenden Übersetzung nicht weit entfernt.

Des Weiteren waren auch die Tagesexkursionen interessant. In Straßburg besuchten wir das Europäische Parlament und den Europarat und lernten hierbei die genaueren Absichten der Institutionen kennen. In Schengen erhielten wir eine Führung zu den wichtigen Denkmälern und erfuhren Näheres über das gleichnamige Abkommen. Am letzten Ausflugsziel, Luxemburg, erledigten wir eine unterhaltsame Stadtrallye. Bei all diesen Aktivitäten blieb dennoch hinterher stets genügend Zeit übrig um die Städte auf eigene Faust erkunden und die gebotenen Einkaufsmöglichkeiten wahrnehmen zu können. Unerwartet, aber durchaus positiv, erhielten wir für die Ausflüge ein kleines Taschengeld um uns, in den nicht gerade preiswerten Städten, selbstständig verpflegen zu können.

Alles in allem kann man sagen, dass das Seminar ein voller Erfolg war. Es war eine einmalige Erfahrung mit so vielen freundlichen und aufgeschlossenen Personen in Kontakt zu kommen. Keiner wurde ausgegrenzt, selbst die Begleiter waren stets freundschaftlicher Teil der Gemeinschaft. Die im Seminar erfahrenen Themen, zusammen mit dem Erleben der anderen Nationalitäten und Mentalitäten, eröffnen mir gänzlich neue und andere Sichtweisen auf das Weltgeschehen. Darüber hinaus war es toll neue Eindrücke von Politik und Kultur der umliegenden europäischen Städte zu sammeln. Letztendlich kann ich mich nur noch nochmals bei allen Beteiligten bedanken, welche mir diese Reise ermöglichten und an ihr mitwirkten. Ich kann jedem, der die Chance erhält, nur wärmstens empfehlen dieses Seminar anzunehmen.“

Die Preisträgerin Lotte Hahn hat die Reise für uns in Fotos dokumentiert.

Zum Facebook-Fotoalbum über die Jugendbegegnung in Otzenhausen geht es hier

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