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  • 24.02.2017 - 15:07

Underachiever, Enrichment und Akzeleration – Fachtagung zu Begabtenförderung

Welche Rolle können Schülerwettbewerbe bei der Förderung (potenziell) besonders begabter Schülerinnen und Schüler spielen? Diese Frage diskutierten am 20. und 21.2.2017 Vertreter/innen von Schülerwettbewerben und Kultusbehörden in der Bayerischen Landesvertretung in Berlin. Die Fachtagung findet jährlich zu anderen Themen statt und dient dem fachlichen Austausch zwischen Schülerwettbewerben und Kultusbehörden. Geladen sind allerdings nur diejenigen Schülerwettbewerbe, die Mitglied der Arbeitsgemeinschaft bundesweiter Schülerwettbewerbe sind.

Die AG wurde vor 17 Jahren gegründet, um angesichts der massiv steigenden Anzahl von Schülerwettbewerben für Orientierung und Qualitätssicherung zu sorgen. Die Mitglieder der AG verpflichten sich, bestimmte Qualitätskriterien in ihrer pädagogischen Arbeit einzuhalten – darunter z.B. Fragen des Datenschutzes, der Jurierungskriterien, der Didaktik und natürlich des nicht-kommerziellen, sondern gemeinnützigen Hintergrundes.

Zurzeit sind 23 Schülerwettbewerbe Mitglied der AG – neben dem Europäischen Wettbewerb, der zum Gründungsmitglied gehört, auch Jugend forscht, die Bundeswettbewerbe Mathematik und Informatik, der Schülerwettbewerb zur politischen Bildung, der Vorlesewettbewerb oder das Schultheater der Länder. In ihrer Heterogenität eint die Wettbewerbe jedoch eins – sie alle werden von der Kultusministerkonferenz als schulpraktische Instrumente empfohlen. Mit der KMK und den jeweils für Schülerwettbewerbe zuständigen Referent/innen der Kultusbehörden stehen die Mitglieder der AG in regem Austausch.

Die jährliche Fachtagung widmete sich in diesem Jahr der Begabtenförderung – denn Bund und Länder haben im vergangenen Jahr eine gemeinsame Strategie und ein Förderprogramm für besonders leistungsstarke Schüler/innen entwickelt. Auf der Tagung präsentierten sowohl einige Wettbewerbe (Internationale JuniorScienceOlympiade, Jugend musiziert, Schülerzeitungswettbewerb der Länder) ihre Strategien der Begabtenförderung, als auch die Länder. Aus dem gastgebenden Land Bayern stellten das Deutschhaus-Gymnasium Würzburg und die Markgraf-Georg-Friedrich-Realschule Heilsbronn ihre Konzepte für talentierte Schüler/innen vor. Der Bildungsforscher Prof. Dr. Christian Fischer rundete die Tagung mit einem ambitionierten Vortrag über den aktuellen Stand der Begabungsforschung ab.

Im kommenden Jahr wird die internationale Dimension von Schülerwettbewerben im Fokus der Fachtagung stehen. Gastgeber ist dann der Europäische Wettbewerb.

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