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  • 11.05.2015 - 08:35

Zahlen und Fakten zum 62. Europäischen Wettbewerb

In der 62. Runde im Schuljahr 2014/15 zum Europäischen Jahr für Entwicklung wurde der Bogen weit gespannt: Globale Zusammenhänge und Entwicklungsperspektiven standen im Mittelpunkt.

Die Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich mit dem Schutz der Tier- und Pflanzenwelt oder der Schulbildung in Entwicklungsländern und beleuchteten die Verbindungslinien von Billigkonsum in der sogenannten Ersten Welt und ausbeuterischen Arbeitsbedingungen in Entwicklungsländern. Sie setzten sich kritisch mit der europäischen Asylpolitik auseinander und analysierten hochaktuell das Risiko eines Krieges in Europa.

Insgesamt fertigten 79.333 Schülerinnen und Schüler aus 1.172 Schulen 68.834 Arbeiten an, von denen 23.122 Beiträge an die Landesjurys weitergeleitet wurden. Die Bundesjury begut­achtete 1.819 Arbeiten und zeichnete 693 Schüler mit Bundespreisen aus.

Die Reichweite des Europäischen Wettbewerbs kann als stabil auf hohem Niveau bezeichnet werden. Besonders erfreulich ist, dass im Saarland nach einer einjährigen Pause wieder eine Landesjurierung durchgeführt werden konnte und auch Beiträge zur Bundesjury eingereicht wurden.

Eine erhebliche Steigerung der Beteiligung gegenüber dem Vorjahr kann für Modul 4 (17­ bis 21 Jahre) mit 37 % verzeichnet werden. Aber auch in Modul 3 (14­ bis 16 Jahre) erhöhte sich die Beteiligung um knapp 9 %. Im Modul 1 (bis 9 Jahre) stagnierte die Beteiligung. Ein starker Rückgang ist dagegen im Modul 2 (10­ bis 13 Jahre) mit -22 % zu verkraften. Dennoch stellt Modul 2 mit insgesamt 37 % aller Arbeiten nach wie vor den höchsten Anteil an der Gesamtbeteiligung.

Die erfreuliche Zunahme in Modul 4 zeigt, dass der Europäische Wettbewerb auch in der Spitze „funktioniert“. Die anspruchsvollen Aufgaben erscheinen den Lehrkräften offensichtlich gut geeignet, um ältere Schülerinnen und Schüler zu einer kreativen und intellektuellen Auseinandersetzung mit europäischen Themen herauszufordern.

Bei der Zahl der beteiligten Schulen ist gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um 4,2% zu vermelden. Es konnten also neue Lehrkräfte hinzu­ gewonnen werden. Dies spricht dafür, dass es gelingt, den Lehrernachwuchs zu motivieren und dem Ausscheiden langjährig aktiver Lehrkräfte effektiv zu begegnen.

Auch die neue kooperative Bearbeitung von Wettbewerbsaufgaben über das eTwinning­-Portal stieß erneut auf positive Resonanz: 11 Projekte mit insgesamt 772 Schülerinnen und Schülern aus 16 europäischen Ländern nahmen auf diesem Weg am Europäischen Wettbewerb teil. Dies ist eine Steigerung der Teilnehmerzahl um 95 % gegenüber dem Vorjahr.

Als Fazit kann festgehalten werden, dass es dem Europäischen Wettbewerb auch in der 62. Runde wieder sehr gut gelungen ist, auf innovative und kreative Weise die Lehrkräfte bei der Vermittlung von Europa im Unterricht zu unterstützen. Die Mitarbeiter der Geschäftsstelle bedanken sich bei allen Beteiligten und freuen sich auf den Start der 63. Runde im Herbst – dann zum Thema „Gemeinsam im Frieden leben“.

Detaillierte Informationen zur statistischen Auswertung der 62. Wettbewerbsrunde finden Sie hier.

Die Bilanz des 62. Europäischen Wettbewerbs zum Download

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