Mehr

Latest news: „Denk mal – worauf baut Europa?“ – hier entlang zu den Themen des 65. Europäischen Wettbewerbs

« 1 2 ... 4 5 6 7 8 9 10

Sandra Fuhrmann

2016 2-3: Ab heute bin ich mutig.

Im Alltag ist es manchmal gar nicht so leicht, furchtlos zu sein. Wegschauen ist einfacher, hilft aber nicht weiter. Traust du dich, deine Meinung zu sagen? Ergreifst du auch dann das Wort, wenn die Mehrheit sich nicht fair verhält?

Beste Arbeit in der Kategorie Text

Sandra Fuhrmann: „Mutig durchs Leben“ (PDF)

Sandra Fuhrmann, 12 Jahre
Max-Windmüller-Gymnasium, Emden, Niedersachsen

Kommentar der Bundesjury:

„Muss man im Leben mutig sein?“, wollte Klara wissen. Oma Käthe antwortete: „Ja, das muss man wohl, wenn man im Leben etwas erreichen will.“

Unter der Überschrift „Mutig durchs Leben“ entfaltet die Autorin in ihrem Wettbewerbsbeitrag einen ganzen Kosmos mutigen Lebens – zusammengehalten durch ein cleveres Konstrukt: Ihre Hauptfigur Klara hat im Deutschunterricht nämlich die Aufgabe bekommen, sich mit dem Thema Mut auseinanderzusetzen. Im Gespräch mit ihrer Oma Käthe durchblättern die beiden ein altes Fotoalbum, das Käthe Anlass zu verschiedenen Mutgeschichten gibt, die sie zu den jeweils abgebildeten Fotos erzählt:

  • die fünfjährige Käthe, die einen Hund vorm Ertrinken rettet;
  • die jugendliche Käthe, die während einer Bombennacht im Zweiten Weltkrieg eine Rollstuhlfahrerin in den Luftschutzkeller bringt, die zuvor vergessen worden war;
  • die Geschichte von Käthes Vater, der– als Zeichen von Mut – im Zweiten Weltkrieg desertiert sowie
  • die Geschichte von Käthes Flucht aus der DDR.

Doch auch Käthe, die wir bis dahin als ein Musterbeispiel mutigen Lebens kennengelernt haben, ist nicht frei von Angst. Sie befürchtet nämlich, ins Altersheim abgeschoben zu werden, und nun ist es Klara, die ihr Mut macht, das Thema bei ihren Eltern anzusprechen.

Der „Mutkosmos“ der Autorin ist inzwischen in der Gegenwart angekommen, und – nach einer vertiefenden Reflexion in Form einer „Philosophiestunde“ über den Zusammenhang zwischen Moral und Mut besucht Klara am Ende ihre Oma Käthe in deren neuen Wohnung. Dort lernt sie im Treppenhaus ein syrisches Flüchtlingsmädchen kennen, das ihrerseits eine ganz besondere Mutgeschichte zu erzählen hat.

In ihrer auch sprachlich außerordentlich gelungenen Arbeit gelingt es der Autorin, ihr Thema auf vielschichtige Weise zu beleuchten. Mit Geschichten, die Mut machen!

 

« 1 2 ... 4 5 6 7 8 9 10

 

Weitere Arbeiten derselben Aufgabe