Idee und Entwicklung

1953: Auf Grund einer französischen Initiative erfolgt ein Aufruf zu einem "Europäischen Schultag".
Das Ziel des Aufrufs bestand darin, dass an diesem europäischen Schultag an möglichst allen Schulen in den (west-)europäischen Staaten das Thema "Europa" das Unterrichtsgeschehen bestimmt. Die Aktivitäten an diesem europäischen "Aktionstag" erstreckten sich zunächst auf Frankreich, die Bundesrepublik Deutschland, Italien und die Beneluxstaaten. Der idealistische Ansatz und das verständliche Konzept überzeugten, und die Idee fand rasch Verbreitung. 1975 nahmen alle 20 Staaten teil, die im Europarat vertreten waren.

Der Europäische Schultag erhielt die Bezeichnung Europäischer Wettbewerb, dessen Aktivitäten sich heute fast über das ganze Schuljahr erstrecken. Schrittweise wurden im Umfeld des Wettbewerbs weitere Instrumente geschaffen, die seit Ende der 80er Jahre unter dem Dach von Europa in der Schule als transnationaler Initiative zusammengefasst sind. Seit dieser Zeit ist die offizielle deutsche Bezeichnung "Europa in der Schule - Europäischer Wettbewerb" (Europe at School - European Competition / L`Europe à l`Ecole - Concours Européen).

Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs übernahm Europa in der Schule eine Vorreiterrolle in der Kooperation mit den Mittel- und Osteuropäischen Staaten. Es gelang ein zügiger Aufbau von Verbindungen und die Etablierung hinreichend verlässlicher Kooperationsstellen. Schon 1992 beteiligten sich CSFR, Ungarn, Polen, und Estland. Neben Malta kamen bis 1996 weitere osteuropäische Staaten hinzu. Zur Zeit finden die Aktivitäten von Europa in der Schule in ca. 15 Staaten Europas statt.