Aslanova

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Kommentar der Jury: Die Schülerin hat eine großformatige Arbeit in Acrylfarben gestaltet.

Eine typische europäische Großstadt wird von einer übermächtigen Welle überrollt. Die Welle nimmt zwei Drittel des Bildes ein, beherrscht es und greift sogar in die zweite Bildhälfte über, die die Welt der Menschen mit allen Errungenschaften der Zivilisation und Kultur verkörpert. Dadurch entsteht ein sehr ausgeprägtes Spannungsverhältnis zwischen den Kräften der Natur und den statischen Gebäuden der Stadt. Die Bildmitte wird durch die ungezügelten, aufbrausenden Gischtformationen hervorgehoben, die in einem starken Hell-Dunkel-Kontrast zu den dunklen Straßen und der Bebauung im Vordergrund stehen, was ein starkes Spannungsverhältnis zu dem unteren Bildrand erzeugt.

Der untere Bildteil lässt durch seine düsteren Farben eine Ahnung vom drohenden Unheil aufkommen. Der obere Bildrand deutet etwas verhaltener an, dass die Welt der Menschen noch geordnet ist. Doch die hellen ins Violett-Grau-Grün gehenden Farbtöne lassen schon Schlimmes ahnen. Nur noch ein stabil senkrecht stehendes Hochhaus stellt sich dem Unheil entgegen, obwohl deutlich wird, dass das Haus allein schon im Größenvergleich zur Welle auf verlorenem Posten steht.

„Tand, Tand ist das Gebilde aus Menschenhand“ zitiert nach Theodor Fontane passt auf diese sehr gut gestaltete Arbeit.

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