Kommentar der Jury: Unter der Überschrift „Tradition und Moderne Hand in Hand: Fulda barockt in Europa“ ist es dem 15jährigen Schüler überzeugend gelungen, für seine Heimatstadt zu werben. Dabei folgt er einer logischen Gliederung: von Bonifatius, dem „Apostel Europas“ (aus einer Rede des Bundeskanzlers Konrad Adenauer vom 13.06.1954) über den mehr als 40 Jahre existierenden und vor 20 Jahren glücklicherweise gefallenen „Eisernen Vorhang“, sehr deutlich spürbar und sichtbar in dieser Region; die lange Tradition Fuldas als Verkehrsknotenpunkt Europas, weswegen „viele Unternehmen und Verbände ihre Meetings, Tagungen oder Kongresse gern zentral im Raum Fulda abhalten“, noch dazu nach der Eröffnung des neuen Kongress- und Kulturzentrums; die Bedeutung als Barockstadt, als Region der Wissenschaft und Wirtschaft bis hin zu Besonderheiten der Natur, der als Unesco-Biosphärenreservat „geadelt(en)“ Rhön.

Dem Autor gelingt es im Vergleich zu anderen Arbeiten, in seiner Bewerbung nicht nur Alleinstellungsmerkmale von Fulda herauszufiltern, sondern diese immer auch in Bezug zu Europa zu setzen: in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. So ist man als Leser dann auch nicht verwundert, wenn er zum Schluss zusammenfasst: „Fulda als Brennpunkt Europas in vieler Hinsicht hat nicht nur die Chance, sondern auch das Potenzial“, Kulturhauptstadt Europas zu werden. Damit schließt er den Bogen zu seiner Einleitung.

Insgesamt führt der Schüler interessant, stilsicher und ohne Orthographie- oder Grammatikfehler seine Argumentation, die logischerweise in dem Aufruf endet: „Come to Fulda and feel Europe.“

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