Ella Wiesner (18 Jahre)
Rutheneum seit 1608 Staatliches Gymnasium Gera, Thüringen
Die Arbeit erhielt von der Bundesjury die Auszeichnung „Beste Arbeit“ in der Kategorie Text (Aufgabe 4-2).
Kommentar der Bundesjury: Ella Wiesner aus dem 12. Jahrgang des Rutheneums seit 1608, staatliches Gymnasium Gera setzt sich mit den Herausforderungen der Digitalisierung im ländlichen Raum auseinander. Von „smarten Dörfer“, wie sie in der Aufgabenstellung gefordert werden, könne noch lange nicht gesprochen werden, so ihr Fazit. Ella greift mit der Digitalisierung im ländlichen Raum ein besonders relevantes Thema unserer Zeit und der Lebenswelt vieler Jugendlicher auf und beeindruckt durch ihre Fähigkeit, komplexe Sachverhalte klar und verständlich darzustellen und dabei auch ironische Elemente geschickt einzusetzen, um auf die bestehenden Defizite hinzuweisen. Sie kritisiert in ihrer sachlichen, fundierten Auseinandersetzung, dass im europäischen Vergleich mobiles Internet abseits der urbanen Zentren in Deutschland höchstens Mittelmaß ist. Diese Situation beschreibt Ella besonders anschaulich: „Statt flüssiger Videostreams erleben [Jugendliche auf dem Land] ein frustrierendes Ruckeltheater, bei dem der Fortschrittsbalken das Einzige ist, was sich in akzeptabler Geschwindigkeit bewegt.“ Ella mahnt mit ihrer Arbeit sehr eindringlich an, Funklöcher endlich zu stopfen, denn der Zugang zum Internet sei der Zugang zu Wissen und Kommunikation. Insgesamt handelt es sich bei der Schülerarbeit um eine äußerst gelungene Leistung, die nicht nur fachlich überzeugt, sondern auch sprachlich ein besonders hohes Leistungsvermögen erkennen lässt.

