Emilia Katzer, 17 Jahre
Martin-Luther-Schule Rimbach, Hessen

Die Arbeit wurde von der Bundesjury in der Kategorie Bild mit dem KMK-Sonderpreis ausgezeichnet (Aufgabe 4-1).

Emilia über ihre Arbeit: Bei den landesweiten Protesten im Iran 2022/23 demonstrieren, vor allem Frauen, für Gleichberechtigung. Als Protest gehen die Frauenrechtslage gehen viele Demonstrantinnen ohne Kopftuch auf die Straße und schneiden sich ihre Haare ab. Ausgelöst wurden diese Proteste durch den Tod der 22-jährigen Jina Mahsa Amini, die verhaftet wurde, weil sie angeblich ihr Kopftuch zu locker getragen haben soll. Im Verlauf der Proteste wurden mittlerweile schon mehrere Hundert Menschen getötet. Entgegen der autoritären Regierung des Staates, kämpfen die Iraner:innen für Gleichberechtigung, Freiheit und Demokratie. Der Mut dieser Menschen reicht auch bis nach Europa, sodass auch hier Proteste als Zeichen der Solidarität stattfinden. Denn Grundrechte, die wir als Europäer schon längst genießen, bleiben den Iraner:innen durch die theokratischen Regierung verwehrt. Diesen Protest will ich aufgreifen, um Aufmerksamkeit auf dieses Thema zu richten. Um zu verdeutlichen, wie real und aktuell dieser Protest ist, habe ich versucht, das Gemälde möglichst wirklichkeitsgetreu zu malen. Es soll wie ein Schnappschuss in der Menschenmenge wirken. Aus diesem Grund habe ich, die im Zentrum stehende Frau, nur ausschnittweise dargestellt. Hierbei befindet sich der Betrachter Mitten in der Menge. Demnach ist die Farbwahl auch möglichst naturgetreu gewählt. Die immer wieder vorkommenden Farben Grün, Weiß und Rot sollen an die iranische Flagge erinnern.

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