Digitale Medien bestimmen den Alltag von Kindern und Jugendlichen. Die jungen „digital natives“ können sich ein Leben ohne digital social media sides nicht vorstellen. Denn sie eröffnen vielfältige neue kommunikative Erfahrungs- und Handlungsräume. Allerdings bergen sie auch verschiedene Risiken. Denn Nachrichten werden gepostet, geliked und weitergeleitet. Fake news verbreiten sich in Windeseile und dies kann sogar zur Gefährdung der Demokratie führen. Deshalb ist Medienkompetenz wichtiger denn je. In dem Projekt eWalking haben sich die Jugendlichen und ihr Lehrerinnen mit Faszination und Risiken der digitalen Welt beschäftigt und so zur kritischen Medienkompetenz der Schüler beigetragen.

Projektitel: „eWalking“

Projektpartner:

  • Freiherr-vom-Stein-Berufskolleg, Minden
  • Partner aus vorhergehenden Projekten (italienische und polnische Schüler und Lehrer) sowie eine bulgarische und eine türkische Schule.

Dauer: August 2018 bis Februar 2019

Aktivitäten: An dem eingereichten Projekt hat die Oberstufenklasse der zweijährigen Höheren Handelsschule gearbeitet. Die Projektarbeit fand hauptsächlich auf der Internet-Plattform von eTwinning in englischer Sprache statt. Es haben Schulen aus Polen, Bulgarien, Italien und der Türkei mitgearbeitet. Inhaltlich ging es in dem Projekt um den Einfluss der digitalen Welt auf uns und Möglichkeiten und Gefahren im Internet. Der sichere Umgang mit digitalen Medien stand dabei im Vordergrund. Themen wie Medienkonsum, -abhängigkeit, Cyber-Mobbing und Fake News wurden in internationalen Gruppen erarbeitet. Am Ende des Projekts haben die Klassen des Freiherr-vom-Stein-Berufskolleg in Minden einen „Safer Internet Day“ organisiert. Dabei haben die eTwinner verschiedene Klassen besucht und ihre Ergebnisse vorgetragen, einen Quiz angeboten und kleine Merkheftchen in verschiedenen Sprachen verteilt.

 

Vorgehen:

Die deutsche Schule schlug das Thema vor und machte situationsgerechte Medienvorschläge. Im Laufe der Projektarbeit kamen aber auch viele weitere Vorschläge von allen anderen Partnern zusammen. Der Austausch der Lehrer fand durch Kommentare auf dem project journal und teacher bulletin, per E-Mails und durch ein live meeting (siehe Twinspace) statt. Die Aufgaben wurden in shared documents organisiert, die im Twinspace einsehbar sind. Vorschläge wurden oft auf angenehme Weise einfach aufgenommen, wie z. B. die Darstellung der nationalen Klassen in der digitalen Welt mithilfe von Photoshop. Andere Aufgaben wurden arbeitsteilig durchgeführt, wie z. B. die Erstellung von Interviews zum Film „Gone too far“. Die Kommunikation funktionierte gut.

Innovativ ist an dieser Projektarbeit ein vernetztes Arbeiten, bei dem Sprach-, Methoden-, Sozial- und Digitalkompetenz gleichermaßen geschult werden. Dabei stand der Wunsch sich authentisch mitzuteilen immer an erster Stelle. Die Jugendlichen empfanden das Thema eSafety sehr schülernah und waren dadurch bereits motiviert auf Englisch zu kommunizieren. Um die internationale Verständigung zu fördern, waren die Lehrer sehr bemüht, geeignete Medien und Programme auszusuchen, die die Kommunikationsbereitschaft der Schüler förderten und sie befähigten, diese anwenden zu können (vgl. Mediennutzung). Wichtig war daher auch, ein möglichst vielseitiges Programm anzubieten, um Schüler jeden Alters anzusprechen und unterschiedlichen Interessen gerecht zu werden. So gab es z. B. Raum für Kreativität, Internetrecherchen und Unterhaltungsmedien.

Mehr Infos zum Projekt

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