Projekttitel:Every vote counts
Teilnehmende: Schülerinnen und Schüler vom Amandus-Abendroth-Gymnasiums in Cuxhaven (Niedersachsen) sowie von Partnerschulen in Belgien, Kroatien und Italien
Ziel des Projektes ist es, jungen Menschen bewusst zu machen, dass es wichtig ist, wählen zu gehen. Dazu wurden auch Werbestrategien besprochen und Überlegungen angestellt, wie man gerade junge Menschen, die z. T. zum ersten Mal wählen dürfen, motivieren kann, dies auch zu tun.

Ablauf:

Die Projektsprache ist Englisch, da das Projekt überwiegend im Englischunterricht durchgeführt wurde und alle Schulen Englisch unterrichten. Das Projekt wurde Ende September 2018 gegründet und den Schülerinnen und Schülern vorgestellt. Im Anschluss wurden verschiedene Aspekte der EU und allgemeine Grundlagen und Grundsätze von Wahlen sowie Hintergrundinformationen zu den Europawahlen 2019 behandelt. In Online-Diskussionen tauschten sich die Schülerinnen und Schüler aus Belgien, Kroatien, Italien und Deutschland darüber aus, was sie am Leben in Europa schätzen, was sie ändern würden und warum es wichtig ist, zur Wahl zu gehen.

„Leben in der Gemeinschaft vs. Individualität“ ist ein Thema des Englischunterrichts der Oberstufe und wurde im Unterricht am Beispiel des Zusammenlebens in Europa behandelt. Zum anderen sieht der Lehrplan im Fach Englisch auch die intensive Auseinandersetzung mit Medien und Werbestrategien vor. So wurden im Unterricht verschiedene Strategien zur Werbung besprochen: Es wurden Werbeposter und Werbespots zur Wahlwerbung analysiert. Danach erstellten die Schülerinnen und Schüler eigene Webeposter und stellten diese inklusive der von ihnen angewendeten Strategien und deren Bedeutung vor. Grundlegend war die Idee, dass junge Menschen am besten Wissen, wie man andere junge Menschen ansprechen und motivieren kann. Die erstellten Plakate wurden in den Twinspace (virtuelles Klassenzimmer) geladen und die Schülerinnen und Schüler tauschten sich im Forum darüber aus, wie überzeugend sie die Poster der Mitschülerinnen – und schüler aus Belgien, Kroatien, Italien und Deutschland fanden.

Lernerfolg:
Den Schülerinnen und Schülern hat das Arbeiten in der Praxis sehr viel Freude gemacht. Nachdem sie sich ein Grundwissen über die EU angeeignet hatten, konnten sie mit anderen Schülerinnen und Schülern gleichen Alters aus anderen EU Staaten diskutieren und so ihre Englischkenntnisse praktisch anwenden. Die theoretisch erlernten Werbestrategien konnten sie bei ihren eigenen Werbeaktionen anwenden. Die Teilnehmenden sind ihrer eigenen Altersgruppe am nächsten und wissen daher, was sie selber und damit auch andere Jugendliche anspricht. Viele der jugendlichen wirkten zu Beginn des Projektes zögerlich, ob sie zur Europawahl gehen werden. Diese Einstellung hat sich im Laufe des Projektes deutlich zu der Einstellung: „Wir müssen wählen gehen, damit wir etwas bewegen können.“ verändert. Die entstandenen Poster werden auf den Webseiten der Schulen veröffentlicht und in den Schulen ausgestellt, sowie auf Veranstaltungen präsentiert. Die Kolleginnen in dem Projekt haben immer zeitnah und zielgerichtet kommuniziert und die Kooperation lief so gut, dass es angedacht ist, in der Zukunft ein gemeinsames strategisches Schulprojekt mit Schülermobilitäten, z.B. zum Europäischen Parlament in Brüssel durchzuführen.

Weitere Beiträge:

Pressemitteilung: Ergebnisse des 73. Europäischen Wettbewerbs

Wie erleben junge Menschen Europa – und wie möchten sie es mitgestalten? Mit diesen Fragen haben sich 74.938 Schülerinnen und Schüler in der 73. Runde des Europäischen Wettbewerbs auseinandergesetzt. Unter dem Motto „Dein Europa: Recht, Respekt – Realität?!“...

Online-Fortbildungen zum Start des 74. Europäischen Wettbewerbs

Auch für den 74. Europäischen Wettbewerb gibt es wieder vier Online-Fortbildungen! In 90 Minuten erhalten interessierte Lehrpersonen kompakt alle Informationen zur neuen Runde. Unter dem Motto „Europa gerecht gestalten - was kostet die Zukunft?“ werden die neuen...

„Farbe bekennen für Menschenrechte“: Großer Andrang zur Vernissage

Großer Andrang, starke Botschaften und junge Talente aus ganz Deutschland: Die Vernissage der Ausstellung „Für Menschenrechte Farbe bekennen“ in der Berliner Klax Kinderkunstgalerie begeisterte mit eindrucksvollen Werken und viel persönlichem Austausch. Warum die...

Ausgezeichnete Ideen für Europa: Bundesjury tagt in Tutzing

Als Gastgeberland der diesjährigen Bundesjurysitzung des Europäischen Wettbewerbs begrüßte Bayern vom 15. bis 20. März 2026 die Jury am idyllischen Starnberger See. In Tutzing kamen 18 Bundesjurorinnen und Bundesjuroren zusammen, um die besten Arbeiten der 73....

Farbe bekennen für Menschenrechte – junge Kunst in Berlin

Was bedeuten Menschenrechte in Europa heute - und wie blicken junge Menschen darauf? Antworten darauf gibt die Ausstellung „Für Menschenrechte Farbe bekennen“ in der Klax Kinderkunstgalerie in Berlin. Gezeigt werden ausgewählte Arbeiten aus der 73. Wettbewerbsrunde,...