Fynn Lion Schmidt, 18 Jahre
Schulzentrum Marienhöhe, Hessen
Die Arbeit erhielt von der Bundesjury die Auszeichnung „Beste Arbeit“ in der Kategorie Bild (Aufgabe 4-3).
Kommentar der Bundesjury: Der Schüler Fynn Lion Schmidt (17 Jahre) – Jahrgangsstufe 12 vom Schulzentrum Marienhöhe in Darmstadt/Hessen setzte sich in den Techniken der Zyanotypie und Malerei mit dem Thema 4-3 „The sky is (not) the limit“ auseinander.
Inhaltlich diskutiert werden in der Mischtechnik Sinn und Unsinn von Rohstoffgewinnung im All und Weltraumtourismus. Fynn Lion Schmidt erläutert dazu: „Meine Arbeit zeigt den Menschen, der immer weiter in das Universum vordringt und auch vor der Eroberung anderer Himmelskörper keinen Stopp macht. Angespielt wird somit auf ein aktuelles Thema, welches in Europa kritisch diskutiert wird. So vereinnahmt der Mensch auch andere Planeten und nimmt sie in Besitz, indem er wie auf der Erde auch dort Abbau betreibt und die Natur ausbeutet.“
Die ausgewählten inhaltlichen Aspekte werden verdichtet und überzeugend bildhaft durch Motive wie Maschinen, Abraumbagger, Astronauten, Satelliten, Flugobjekte und Planeten realisiert. Die technische Umsetzung gelingt brillant. Der kompositorische Aufbau passender Bildmotive mittels Zyanotypie dient als Grundlage für die reduzierte malerische Überarbeitung. Auf diese Art und Weise wird die Aussage konkretisiert und eine Fokussierung erzeugt. „NO SPEED LIMIT“ dient als Blickfang und regt den Betrachter zur kritischen Auseinandersetzung an.
Als Fazit steht klar die Intention des Schülers im Raum, dass kritische Bilder dazu aufrufen, die Verhältnismäßigkeit zu hinterfragen, unsere Umwelt und unsere Ressourcen auf der Erde zu schonen und stattdessen im Weltall grenzenlosen Raubbau zu betreiben.


