Isabell Radel

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Isabell Radel, 18 Jahre
Greifen Gymnasium Ueckermüünde, Mecklenburg-Vorpommern

Die Arbeit erhielt von der Bundesjury die Auszeichnung „Beste Arbeit“ in der Kategorie Bild (Aufgabe 4-2).

Kommentar der Bundesjury:
Die Schülerin hat sich mit ihrem hochformatigen Plakat in 50x70cm einer aktuellen Problematik angenommen. Regelmäßig finden sich aktuell Nachrichten von Klimaaktivisten, die in der Öffentlichkeit ihren Überzeugungen Nachdruck verleihen wollen. Neben den „Klimaklebern“ auf der Straße, sind es auch Aktivisten die die Popularität der Museen bzw. der Kunst nutzen um auf sich aufmerksam zu machen. Dabei scheuen sie nicht davor zurück wertvolle Zeitzeugnisse wie Malereien zu beschmutzen oder beschädigen.
Mit ihrer Arbeit greift die Schülerin diese Thematik auf und macht mit ihrem Plakat ihre Meinung deutlich, welche Tabugrenzen in der Kunst nicht überschritten werden sollen. Dabei kommt sie erstaunlicherweise auch ohne Schrift zu einer überzeugenden und nachvollziehbaren Aussage. In ihrer grafischen Arbeit entführt sie uns in die traditionelle Kunstmetropole Paris, konkret in den Louvre.
Im Hintergrund ihres Plakates präsentiert sie uns im rechten oberen Viertel das für die Plakataussage wichtige und deshalb gut ausgeleuchtete Bild der Mona Lisa, welches jedoch mit weißer Farbe beschmiert ist. Unter dem Bild verbleibt die Schüssel mit den Farbresten. Die linke Seite des Plakates ist geprägt durch eine zunehmende, blaue Dunkelheit, in der sich eine vermutlich jugendliche Person mit Basecap versteckt, welche für die Verunstaltung der Mona Lisa verantwortlich ist. Die Arbeit überzeugt durch kompositorische, grafische und farbliche Klarheit. Entsprechend der Regeln der Plakatgestaltung kommt sie mit wenigen Mitteln zu einer klaren und schnell nachvollziehbaren Bildaussage.  Entscheidend dabei ist die Fotobearbeitung der Mona Lisa, welche durch ihre Mimik die Aussage des Plakates, sowie die persönliche Wertung der Schülerin zu den Tabugrenzen in bzw. um die Kunst deutlich macht.



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