Jasmin Lindner, 19 Jahre

Gustav-von-Schlör-Schule Staatliche Fachoberschule Weiden i.d.OPf.

 

Wir leben in einer repräsentativen Demokratie, einer Herrschaft auf Zeit mit Zustimmung des Volkes. Die Entscheidungen der Mehrheit sind für alle verbindlich. Der Wahlakt ist eine aktive Teilhabe am politischen Entscheidungsprozess. Aber auch diejenigen, die nicht wählen, üben Einfluss aus. Die Höhe der Wahlbeteiligung hat Auswirkungen auf das Ergebnis. Die Auswirkungen der Stimmabgabe sind vielfältig. Sie bedeutet weit mehr als die Entscheidung darüber, wer die zukünftige Regierung bilden wird. Europa geht uns alle an, denn viele politische Entscheidungen, die für die Bürger der 28 EU-Staaten verbindlich sind, fallen nicht mehr in den jeweiligen Hauptstädten, sondern in den europäischen Gremien in Brüssel oder Straßburg. Ob Herstellung und Verkauf gentechnisch veränderter oder bestrahlter Lebensmittel erlaubt sein sollen und ob solche Nahrungsmittel gekennzeichnet werden müssen, entscheiden letztlich die Organe der Europäischen Union. Es liegt an uns allen, das Europa von morgen zu gestalten und es gemeinsam weiterzuentwickeln. Die Stimme wegzuwerfen ist genau so problematisch wie Brot wegzuwerfen. Wählen und Demokratie sind aufs Engste verbunden. Das Stimmrecht ist das wichtigste Nahrungsmittel der Demokratie. Man darf das Gewicht der eigenen Stimme nicht unterschätzen.

 

Vier Tage Europa!

Preisträgerseminar (mit) der Friedrich-Ebert-Stiftung Straßburg in allen Facetten kennenlernen –...