Julius Hildebrandt

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14 Jahre, Stiftsgymnasium Sindelfingen

Die beste Arbeit des Moduls stammt von Julius Hildebrandt, 14 Jahre, Jahrgangsstufe 9 vom Stiftsgymnasium aus Sindelfingen, Baden-Württemberg. Die aufwendige Fotocollage wurde am Computer mithilfe von Adobe Photoshop erstellt und mit Camera Raw nachbearbeitet. Es setzt sich aus 15 Bildern und 119 Bildebenen zusammen. „Das Bild und der dazugehörige Text stellen zwei mögliche Zukunftsszenarien für Europa, mit Verbindung zu Urban Gardening, dar. Es wird darüber hinaus klar gemacht, dass der Klimawandel auch uns Europäer in einer normalerweise eher gemäßigten Klimazone betrifft.“ Der Schüler äußert sich weiterhin wie folgt zu seinem Kunstwerk:

„Auf dem Bild sind zwei starke Gegensätze abgebildet, im oberen Teil eine triste, graue Landschaft, die von Naturgewalten verwüstet wird, im unteren Teil eine begrünte Stadt mit freundlicher Atmosphäre. Das einsame Mädchen schaut traurig in die Pfütze, die ihre Hoffnung symbolisiert. Sie sieht ihr Spiegelbild, glücklich in einer besseren Welt, die das Leben wirklich lebenswert macht.

Unsere Erde gleicht leider immer mehr dem grauen Teil des Bildes. Das Wetter wird, ausgelöst durch den Klimawandel immer extremer, und das nicht nur in weit entfernten Ländern, sondern auch hier in Europa. Dass der Klimawandel nicht nur die Malediven betrifft, wurde uns z. B. während der Flutkatastrophe im Ahrtal auf heftige Weise klar gemacht.

Mein Bild und mein dazugehöriger Leitsatz stellen zwei mögliche Zukunftsszenarien dar. In der Vergangenheit haben wir mit Waldrodung, Monokulturen, Überfischung, CO2 -Emissionen und vielen weiteren Faktoren einen regelrechten Krieg gegen unser Ökosystem und die Natur begonnen. Der erste Teil meines Leitsatzes „Against Nature“ und der obere Teil des Bildes spielen auf ebendiesen Krieg an. Städte werden durch Naturkatastrophen verwüstet und die Erde heizt sich immer weiter auf. Diesen Krieg kann und wird nur die Natur gewinnen, wenn wir es so weit kommen lassen. Die Alternative zu diesem bedrückenden Szenario, ist der zweite Teil meines Leisatzes „Along with Nature“. Wenn die Menschheit nicht mehr versucht gegen die Natur anzuarbeiten, sondern mit ihr zu kooperieren, könnte der Wunsch des Mädchens im Bild doch noch in Erfüllung gehen. Allerdings muss schnell gehandelt werden, wenn wir den Klimawandel und seine Folgen noch aufhalten, oder wenigstens verringern wollen. Eine Möglichkeit mit der Natur zu „kooperieren“, stellt Urban Gardening dar. Das Begrünen von Städten macht die dort lebenden Menschen nachweislich glücklicher, mäßigt das regionale Klima und bindet CO2, was auch gegen den weltweiten Klimawandel hilft. Urban Gardening wirkt oft wie ein realitätsfernes Konzept, dass für die ferne Zukunft ausgelegt ist. Jedoch bringt es nichts, nur die Zukunft zu planen, wenn jetzt in der Gegenwart gehandelt werden muss, um künftige Katastrophen zu verhindern.

Meiner Meinung nach ist die Menschheit gerade dabei, die richtige Richtung, nämlich „Along the Nature“, einzuschlagen. Allerdings hält sich die Politik oft noch mit nebensächlichen und unkonkreten Angelegenheiten auf, anstatt wirklich wirkungsvolle Maßnahmen zu ergreifen. Dennoch bin ich guter Dinge, dass die Menschheit auch diese Bedrohung mit Zusammenarbeit bewältigen kann, wenn künftig keine Zeit mehr verschwendet wird.”

Diese inhaltlich und formale herausragende Arbeit überzeugte die Jury und wurde zur „Besten Arbeit“ des Moduls 3-2 ausgewählt.

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