Katharina Gürtler (19 Jahre)
Gustav-von-Schlör-Schule Weiden i.d.OPf., Bayern
Die Arbeit erhielt von der Bundesjury die Auszeichnung „Beste Arbeit“ in der Kategorie Medien (Aufgabe 4-3).
Kommentar der Bundesjury: Der ‚Aufhänger‘ der Arbeit von Katharina Gürtler aus dem 13. Jahrgang der Gustav-von-Schlör-Schule aus Weiden in der Oberpfalz sind Graffitis, überall sichtbar und in ihrer Form und Aussagekraft einfach und eingängig. Sie schreibt im Begleittext „Die Masse dieser Untaten veranschaulicht, wie unsere Gesellschaft immer weiter auseinanderdriftet und von Hass geprägt zu sein scheint.“
Daher wollte sie ein Graffiti als Spiegel unserer Gesellschaft nutzen und ihr Kunstwerk auch mit diesem Medium erschaffen. Dieses eigenhändig gesprayte Graffiti überdeckt den Hass und ist in den Farben Europas gestaltet. Halt findet dieses Netz in Symbolen, die für Zusammenhalt stehen und die Werte einer solidarischen, funktionierenden Gesellschaft verkörpern. Die Symbole hat sie digital entworfen und mithilfe einer ausgedruckten Schablone auf die Wand projiziert. Das neue Graffiti macht darauf aufmerksam, dass jede/r einzelne von uns einen Beitrag für das soziale Netz leisten muss, um gemeinsam gegen Hass anzukämpfen. Die Jury verfolgte gebannt einen auf Video festgehaltenen Entstehungsprozess, der technisch und gestalterisch überzeugt und einen bleibenden Eindruck hinterlässt.

