Matteo Bahr, 12 Jahre
Freie Waldorfschule Rendsburg, Schleswig-Holstein
Die Arbeit erhielt von der Bundesjury die Auszeichnung „Beste Arbeit“ in der Kategorie Bild (Aufgabe 2-2).
Kommentar der Bundesjury: Matteos großformatige Arbeit besteht aus zwei Bildebenen, die übereinanderliegen. In der zuunterst liegenden Ebene zeigt er, der mit dem Fahrrad unterwegs ist, eine alte, marode, zerfallende und hässlich empfundene Kleinstadt, die, mit zurückhaltenden Farben gestaltet, einen öden Eindruck vermittelt. Die Geschäftsräume von Läden und Banken sind nicht mehr vermietet, nur ein 1-Euro-Laden ist noch vorhanden, Kulturdenkmäler zerfallen. Diese, besonders auf Jugendliche unattraktiv wirkende Innenstadtansicht wird von Matteo mit einer weiteren, teilweise transparenten bzw. durchbrochenen Bildebene überlagert, die eine visionäre, attraktivere Version desselben Ortes darstellt. Ein Stadtplanungsbüro hat mit offenbar klugen Ideen zu Klima- und Denkmalschutz die Gebäude erhalten und zugleich den sozialen Zusammenhalt gefördert. Was braucht ein Ort, der stellvertretend für viele Innenstädte steht, um wieder lebenswert zu werden?! Matteo hat mit seinem sorgfältig ausgearbeiteten Bild eine Antwort gefunden, die die Bundesjury aufgrund des interessanten Aufbaus und der detailreichen Ausarbeitung überzeugt hat.


