Maxi Schwinkendorf

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Maxi Schwinkendorf, 16 Jahre

Kopernikus Gymnasium Bargteheide

Mit meinem Kunstprojekt möchte ich auf die Flüchtlingspolitik anspielen. Ich habe mich für eine bildliche Darstellung entschieden, welches einen Himmel, einen Landvorsprung und darunter ein Meer zeigt. Der Himmel stellt in blau mit zwölf gelben Sternen die Europaflagge dar. Auf dem Stück Land stehen bzw. knien fünf Personen. Sie sind einheitlich mit grauen Hosen und blauen Jacketts und gelben Details gekleidet. Sie stehen für Europa bzw die Politik. Weiter rechts stehen zwei Tafeln, auf denen Schlagzeilen, eine ToDo-Liste und der Ausruf: „Wir schaffen das!” abgebildet sind. Sie diskutieren, was mit weiteren Flüchtlingen zu tun sei und ihre Aussagen drücken aus, dass keiner sie aufnehmen kann oder will.

Unter ihnen, im Abgrund sind die schwarzen Silhouetten zwei weiterer Personen, Flüchtlinge, zu erkennen. Sie wollen aus dem dunklen Abgrund hinauf in das weitaus bessere, hellere leben in Europa klettern. Unter ihnen im bedrohlichen Wasser versinkt ein Schiff. Damit versinkt auch gleichzeitig ihr früheres Leben, alles, was sie hatten. Nun ist ihre einzige Möglichkeit, nach oben zu klettern. Rechts im Wasser ist ein schwarzer Totenkopf ein Symbol für den Tod. Links kniet ein EU-Mitglied und fragt einen Flüchtling, ob er Wirtschaftsflüchtling sei. Eine Anspielung auf die Diskussion, wie mit Wirtschaftsflüchtlingen umgegangen werden soll und ob sie schnell wieder zurück geschafft werden sollen, da Platz für „Schutzbedürftige“ benötigt wird. Der Flüchtlinge streckt hilfesuchend die Hand aus, doch ihm wird nicht geholfen. Rechts daneben hält sich ein Flüchtling nur noch mit einer Hand fest und ein EU-Mitglied steht auf seinen Fingern. Bevor er  hinaufkommen kann, muss erst über das weitere Verfahren debattiert werden.

Die EU-Mitglieder sind alle mit einem schwarzen, undefinierbaren Gesicht versehen. Dies in Verbindung mit den Sprechblasen soll kritisieren, wie über das Leben der Flüchtlinge entschieden wird. Während sie debattieren sterben diese Menschen oder sie leben unter unmenschlichen Bedingungen. Schwarz soll dabei mit böse assoziiert werden. Ich möchte nicht implizieren, dass ich die Situation dieser Menschen verstehen kann, doch habe ich die Erwartung an unser Europa, unsere Europapolitik, die sich so als Einheit präsentieren, eine Lösung zu finden und diese Menschen zu retten. Ich habe mit Buntstiften und Pastellkreide gearbeitet, da ich so sowohl Verläufe als auch klare Linien darstellen kann. Die Kante am Abgrund ist ein horizontaler Schnitt und ein Kontrast, zwischen dem Guten und Positiven oben, und dem Dunklen und Negativen unten.

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