In der vergangenen Woche kam zwischen dem 21. und 25. Februar 2022 die hessische Landesjury unter der Leitung des Landesbeauftragten Fabian Berly-Gimelle in der Ricarda-Huch-Schule in Dreieich zusammen – zum ersten Mal seit zwei Jahren wieder in Präsenz! 12 Jurorinnen und Juroren begutachteten die mehr als 1700 Arbeiten, die am hessischen Landeswettbewerb teilnahmen.

Der 69. Europäische Wettbewerb 2022 fragte nach unserem ökologischen Fußabdruck in Europa: Was können Kinder und Jugendliche an ihren Schulen konkret für den Umweltschutz tun? Was macht eine Landwirtschaft aus, in der es Menschen, Tieren und Pflanzen gleichermaßen gut geht? Wie lassen sich Nahrungsmittel und andere Produkte so produzieren, dass möglichst wenig Ressourcen verbraucht werden?  Was sollten wir in Zukunft in Europa anders machen?

Die hessische Landesjury tagte seit zwei Jahren zum ersten Mal wieder in Präsenz.

Mehr als 6000 Schülerinnen und Schüler haben sich in diesem Jahr beteiligt und zu 13 Themen gearbeitet. Damit hat kann Hessen wieder an seine Teilnahmezahlen von 2019 anknüpfen, die durch die Pandemie und die Schulschließungen zwischenzeitlich zurückgingen.

Die Jury begutachtete Arbeiten aus über 70 Schulen. Altbekannte aber auch viele neue Lehrerinnen und Lehrer konnten mit ihrem Engagement für den 69. Wettbewerb motivieren.

Die Aufgabe „Ist das Müll oder kann das Kunst?“ rief Grundschülerinnen und Grundschüler dazu auf, Verpackungs- oder Alltagsmaterialien mit etwas Fantasie umzufunktionieren. Sie sollten zum „Sachenfinder“ werden und den Fundstücken neues Leben einhauchen. Die Mittelstufe setzte sich in der Aufgabe „Was krabbelt und fliegt denn da?“ mit gefährdeten Tieren in Europa – den Insekten, deren Lebensräume besonders bedroht sind – auseinander. Eine weitere Möglichkeit war, in der Aufgabe Urban Gardening eigene Ideen für den Umweltschutz zu entwickeln.

Die Oberstufe war dazu aufgerufen, sich mit Themen wie „Greenwashing“ oder „Externen Effekten“ auseinandersetzen. Unternehmen, aber auch Institutionen, Vereine und Personen geben sich gern ein umweltfreundliches und verantwortungsbewusstes Image, das nicht immer der Realität entspricht. Hier war eine kritische Auseinandersetzung entlang der Konfliktlinie Umwelt vs. Wirtschaft gefordert, die als Kunstwerk, Essay oder Video dargestellt werden konnte.

Anfang März werden dann von den 1700 eingereichten Arbeiten die besten auf Bundesebene weitergeleitet und haben die Chance, einen der begehrten Bundespreise zu gewinnen. Die hessische Landesjury drückt die Daumen.

Mit Dank an den hessischen Landesbeauftragten Fabian Berly-Gimelle für den Text und die Fotos.