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Alles neu durch Covid19 – Digitale Bundesjury des 67. Europäischen Wettbewerbs

Wenn alles gelaufen wäre, wie ursprünglich geplant, würde sich heute die Bundesjurysitzung des 67. Europäischen Wettbewerbs in Rendsburg, Schleswig-Holstein, bereits ihrem Ende entgegen neigen. Das zentrale Gremium des Schülerwettbewerbs bewertet die besten Schülerarbeiten der jeweils abgeschlossenen Wettbewerbsrunde und tagt traditionell jedes Jahr in einem anderen Bundesland. Durch die Covid-19-Pandemie wurde jedoch auch der Europäische Wettbewerb gezwungen, umzuplanen. Die Bundesgeschäftsstelle entschied sich für eine Verlegung der Bundesjurysitzung ins Netz. Ab dem 27. März werden die 18 Juroren und Jurorinnen die 1872 auf Bundesebene eingereichten Schülerarbeiten zum diesjährigen Wettbewerbsthema „EUnited – Europa verbindet“ also zehn Tage lang digital begutachten und nach einem Punktesystem in zwei Abstimmungsrunden online bewerten.

Die Bundesjury des Europäischen Wettbewerbs besteht aus Lehrkräften aller Länder und Schulformen. Jedes Kultusministerium ernennt eine Person als Landesvertreter oder Landesvertreterin. Die erfahrenen Lehrkräfte jurieren die Beiträge entsprechend ihres fachlichen Hintergrundes in Teiljurys: die Grundschul- und Kunstpädagogen in der Bildjury, die Politik- und Deutschlehrkräfte in der Textjury und diejenigen mit Medienerfahrung jurieren die Videobeiträge. Den Löwenanteil hat dabei die Bildjury zu bewerten – knapp 80% (entspricht 1468 Arbeiten) der eingereichten Werke sind Zeichnungen oder Malereien. Diese wurden in den vergangenen Tagen von der Bundesgeschäftsstelle digitalisiert, bearbeitet und hochgeladen, und in einem Onlineabstimmungstool aufbereitet. Die Text- und die Medienjurys haben jeweils etwa 200 Arbeiten nach der gleichen Vorgehensweise online zu bewerten.

Bis zum 5. April vergeben die Jurys insgesamt 541 Bundespreise – darunter Bücher und Spiele für die jüngeren Schüler und Schülerinnen und Geldpreise für die Gruppenbeiträge. Zu den hochwertigsten Preisen der Bundesjury zählen jedes Jahr zahlreiche spannende Reisepreise für die höheren Jahrgänge. Darunter zum Beispiel Einladungen der Bundeskanzlerin und des Bundestagspräsidenten nach Berlin, ein Europaseminar in Straßburg der Friedrich-Ebert-Stiftung, Einladungen durch Rainer Wieland, David McAllister und Niklas Nienaß ins Europäische Parlament, internationale Seminare in Bad Marienberg und Otzenhausen sowie ein Street Art-Seminar in Berlin. Leider ist es in diesem Jahr unklar, ob diese Reisepreise tatsächlich durchführbar sind. Daher werden die Reisepreise vorerst durch Geldpreise ersetzt. Sollten die Reisen in der zweiten Jahreshälfte doch stattfinden können, erhalten die entsprechenden Preisträgerinnen und Preisträger eine nachträgliche Einladung.

Somit heißt es nun Daumen drücken – dass die digitale Bundesjury gut klappt und dass die Pandemie bald zum Ende kommt, damit Preisverleihungen und Seminare des Europäischen Wettbewerbs wie geplant stattfinden können.