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Mecklenburg-Vorpommern

Arbeiten am Meer | Die Bundesjury krempelte die Ärmel hoch

Die Bundesjurorinnen und Bundesjuroren 2019

Endlich war sie erreicht, die Bundesjury des 66. Europäischen Wettbewerbs! Vom 24. bis zum 29. März verbrachten die 18 Mitglieder der Bundesjury und das Team der Bundesgeschäftsstelle gemeinsam eine Woche in Zinnowitz auf Usedom. Nach arbeitsintensiven Wochen für die Landesjurys und der Vorbereitung der Tagung galt es, alle 1.741 auf Bundesebene eingereichten Arbeiten zu jurieren.

In der Eröffnungssitzung stand die Auswertung der neuen Onlineanmeldung im Mittelpunkt und es wurden Verbesserungsvorschläge gesammelt. Trotz vereinzelter Schwierigkeiten, waren die Rückmeldungen überwiegend positiv. Über 70.000 Schülerinnen und Schüler konnten auch in diesem Schuljahr erreicht werden. Rückmeldungen aus den Landesstellen zeigten zudem, dass die internen Arbeitsabläufe durch das neue System deutlich vereinfacht wurden.

Die bundesweit besten Arbeiten boten den 18 Bundesjurorinnen und Bundesjuroren Anlass zu hitzigen Diskussionen, Denkanstößen und viel guter Stimmung in den Unterjurys Bild, Text und Medien.

Besonders beliebt waren in diesem Jahr die Aufgaben „Mit dem Flugtaxi durch Europa“, „Das Parlament der Tiere“ für die jüngeren Jahrgänge sowie die Auseinandersetzung mit Influencern und Street Art in den älteren. Besonders viele Musikbeiträge sind zu der Aufgabe „Dear Mr President“ eingegangen. Auch in diesem Jahr wurden, insbesondere im Sondermodul, gelungene Projektarbeiten eingereicht und bewertet. Insgesamt konnten 530 Preise in den Teiljurys vergeben werden, von denen der Bildjury wieder die anteilig meisten Preise zur Verfügung stand, da dort der immer noch größte Anteil der eingereichten Arbeiten bewertet wurde. Nichtdestotrotz erreichen zunehmend mehr Multimediaarbeiten die Landes- und Bundesstelle(n). Die glücklichen Gewinnerinnen und Gewinner werden in den kommenden Tagen informiert. Einige besondere Schülerarbeiten werden in kommenden Monaten auf der Website veröffentlicht.

Traditionell findet am Donnerstag der Bundesjury ein Ausflug statt, um einige lokale Besonderheiten im gastgebenden Bundesland kennenzulernen. In Begleitung von Christine Kirchner, Referentin für Bildungsplanung und Schulentwicklung im Bildungsministerium von Mecklenburg-Vorpommern, stand für die Gruppe am Mittag ein Besuch mit Führung durch das Künstleratelier Otto Niemeyer-Holsteins an. Im Anschluss wurde in der Universitätsstadt Greifswald das Pommersche Landesmuseum und die barocke Aula der Universität besichtigt. Wie auch schon am Vortag in einer Galerie lokaler Künstler, waren alle Beteiligten begeistert von den Kunstwerken. Zum Ausklang des Tages kamen alle Jurymitglieder und die frisch angereisten Mitglieder des Lenkungsausschusses zum Abendessen im Restaurant „Pier 14“ zusammen.

Nach langjährigem und tatkräftigem Engagement verabschiedete die Bundesjury ihre langjährigen Kollegen, die gastgebende Landesbeauftragte Eva Mieth und Dietmar Kuhring, der seit 20 Jahren das Land Brandenburg in der Bundesjury vertrat.

Nach der Jury ist vor der Jury – so kamen am Freitag die Jury und der Lenkungsausschuss zusammen, um die besten Arbeiten der aktuellen Runde zu begutachten und die Aufgabenstellungen für die nächste Wettbewerbsrunde auszuwählen. Im Schuljahr 2019/2020 sind alle Kinder und Jugendliche eingeladen, sich kreativ an den verbindenden Elementen Europas abzuarbeiten und Ideen für unsere Zukunft vorzustellen: Welche Stärken zeichnen die europäischen Kinderbuchfiguren aus? Welche verbindenden Elemente weisen europäische Märchenfiguren auf? Welche Verantwortung tragen wir Europäer eigentlich für Frieden und welchen Beitrag kann jede und jeder Einzelne leisten?  Wie würde ein Tag ohne Handy aussehen? Unter dem Motto „EUnited“ sind wieder alle Klassenstufen eingeladen, sich altersgerecht mit europäischen Fragen auseinanderzusetzen und Zukunftsvisionen zu spinnen.

Auch wenn am Ende der Woche alle Beteiligten erschöpft waren, überwiegte dennoch die Freude an den gemeinsamen Erlebnissen sowie den kreativen, kritischen und humorvollen Arbeiten.