Ausgezeichnete Ideen für Europa: Bundesjury tagt in Tutzing

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Als Gastgeberland der diesjährigen Bundesjurysitzung des Europäischen Wettbewerbs begrüßte Bayern vom 15. bis 20. März 2026 die Jury am idyllischen Starnberger See. In Tutzing kamen 18 Bundesjurorinnen und Bundesjuroren zusammen, um die besten Arbeiten der 73. Wettbewerbsrunde auszuwählen.

Fünf intensive Tage lang sichteten und bewerteten sie insgesamt 1.867 Werke aus ganz Deutschland, die zuvor in den Landesjurys für den Bundeswettbewerb nominiert worden waren. In den Kategorien Bild, Text und Medien galt es, aus dieser beeindruckenden Vielfalt die herausragendsten Beiträge zu küren, was sich als keine leichte Aufgabe erwies.

Denn die Schülerinnen und Schüler setzten sich auf bemerkenswert reflektierte, kreative und engagierte Weise mit dem Thema Menschenrechte und der Europäischen Menschenrechtskonvention des Europarats auseinander. Ihre Arbeiten überzeugten durch ein tiefes Verständnis für demokratische und pro-europäische Werte sowie eine klare Haltung für Freiheit, Gleichheit und Menschenwürde.

Die Jurysitzungen verliefen intensiv und produktiv. Mit großer Sorgfalt, Leidenschaft und fachlichem Austausch wurde über die Preisvergabe diskutiert, und das bis teils spät in die Nacht. Dabei flossen alle Aspekte der eingereichten Werke in die Bewertung ein – von der inhaltlichen Tiefe über den individuellen Lernhintergrund bis zur gestalterischen Umsetzung. Am Ende stand eine eindrucksvolle Auswahl preiswürdiger Arbeiten fest.

Neben der Preisentscheidung richtete sich der Blick zum Ende der Jurywoche bereits in die Zukunft: Im Fokus stand die Entwicklung der Aufgaben für die 74. Wettbewerbsrunde. Auch der Lenkungsausschuss, das zentrale Steuerungsgremium des Wettbewerbs, kam zusammen, um gemeinsam die neuen Themen und Aufgaben zu finalisieren. Diese werden im Juni auf unserer Webseite veröffentlicht.

Ein besonderer Dank gilt dem Gastgeberland Bayern für die hervorragende Organisation dieser gelungenen Woche. Ebenso danken wir allen beteiligten Bundesländern, dem Lenkungsausschuss sowie den Jurorinnen und Juroren für ihr großes Engagement – und natürlich in erster Linie allen Teilnehmenden und ihren Lehrkräften! Auch unserem Förderer, dem Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, danken wir sehr herzlich.

Gerade in Zeiten großer politischer und gesellschaftlicher Herausforderungen zeigt sich einmal mehr: Der Europäische Wettbewerb leistet einen unverzichtbaren Beitrag zur europapolitischen Bildung – und gibt jungen Stimmen eine starke Bühne.

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