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Beste Arbeit(en) im Meißner Franziskaneum geehrt und ausgestellt | Preisverleihung Sachsen

Aus dem gesamten Freistaat pilgerten die Gewinnerinnen und Gewinner am 2. Juni mit ihren Eltern, Familien und betreuenden Lehrkräften nach Meißen, um ihre Preise entgegen zu nehmen, die sie beim 65. Europäischen Wettbewerb gewonnen haben.

Vom Wortwitz des diesjährigen Mottos „Denk mal – worauf baut Europa?“ sichtlich inspiriert, beschäftigten sich Teilnehmende diverser Altersgruppen und Schulformen mit dem Europäischen Kulturerbejahr. Bei der Lage des Meißner Franziskaneums, das nun schon seit einigen Jahren glücklich und auch dankbar für die Preisverleihung in den eigenen vier Wänden ist, so Schulleiterin Heike Zimmer, scheint dies auch nicht verwunderlich. Die Fensterbögen erinnern an die gotischen Bögen der Albrechtsburg, die sich gerade auf der anderen Elbseite befindet – doch auch in Form eines Pop-Up-Buches im Raum präsent war.

 

Rund 1.500 Schülerinnen und Schüler aus allen Ecken des Freistaats haben sich in der 65. Runde als Baumeister einer Europäischen Stadt versucht, verlassene Orte wiederbelebt, die Hofmalerkust unter Augenschein genommen oder aber ihr Engagement im europäischen Vereinswesen dargestellt. So vielfältig die Themen, so vielfältig die Teilnehmenden und ihre ganz persönlichen Gedanken zum europäischen Fundament. Einen Eindruck davon vertonte und versinnbildlichte der „Best-of-Film“. Weitere Einblicke in die Gedankenwelt der jungen Künstlerinnen und Künstler entlockte Katharina Wolf, Landesvorsitzende der Europa-Union Sachsen, den Teilnehmenden in kurzen Interviews und Schülergesprächen.

16 Bundespreise konnte die fünfköpfige Landesjury gemeinsam mit der Leiterin des Landesamts für Schule und Bildung in Radebeul, Angela Bachmann, und der Landesbeauftragten für den Europäischen Wettbewerb, Bärbel Bach vergeben, darunter einige Spiele, Geldpreise und auch einen Reisepreise. Zusätzlich wurden 62 Landespreise für  Einzelarbeiten und neun für Gruppenarbeiten verliehen sowie ein Sonderpreis der Europa-Union Sachsen, die zwei Preisträgerinnen eine Bildungsreise der Landeszentrale Sachsen nach Brüssel ko-finanziert.

Doch es gab noch mehr zu feiern in der bis auf den letzten verfügbaren Platz gefüllten Aula: Zum ersten Mal wähnte sich eine Schülerin mit einer ganz besonderen Auszeichnung unter den sächsischen Teilnehmenden und Gewinnern beim Europäischen Wettbewerb. Die 13 -Jährige Nele Heß hat in der 65. Wettbewerbsrunde zum Thema „Denk mal – worauf baut Europa?“ die „Beste Arbeit“ im Modul 2-3 für ihr schillerndes Bild errungen.

Für wen oder was würdest du ein Denkmal setzen? Für Nele stand das ziemlich schnell fest: für ihre Katze. Doch wer jetzt an ein schnödes Katzenbild denkt, der irrt. Nele‘s Idee war weitaus vielschichtiger. Nicht nur den Schutz von (Wild-)Katzen will sie anmahnen, sondern rückt gleichzeitig unseren Lebensstandart in den Fokus, in dem sie das Katzendenkmal aus verschiedenen Frucht- und Gemüsesorten „errichtet“.  Im Eingangsgespräch mit Katharina Wolf, stellte sie klar, dass dies nicht nur auf ihre Vorliebe für gutes Essen zurückzuführen ist. „Mein Bild soll zeigen, dass viele Großkatzen stark bedroht sind und vielleicht dazu anregen, den gefährdeten Katzen zu helfen. In Bezug auf Europa spiegelt das Bild den Lebensstandard der europäischen Menschen wider, zeigt, dass wir es eigentlich ziemlich gut haben. Wir haben genug zu Essen und auch Haustiere zu halten und zu ernähren. Das zeugt von Wohlstand. Ich denke, Europa könnte ärmeren Leuten mehr helfen und abgeben.“ Den Pokal für die beste Arbeit überreichte ihr die Projektleiterin des Europäischen Wettbewerbs, Mareen Hirschnitz.

Für das feierliche und musikalische Rahmenprogramm sorgten die Schülerinnen und Schüler des Franziskaneums. Dazu wird auch eine Fotogalerie auf Facebook ergänzt.
https://twitter.com/EBD_EW/status/1002882239489769472