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Rheinland-Pfalz

Bilderbrücke vom Europatag zum Europawahltag 2019 | Rückschau Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz bettete die Europa-Union gemeinsam mit der Stadt und dem Landkreis Germersheim die landeszentrale Tagesveranstaltung zur Auszeichnung der 1. Landespreisträger im 66. Europäischen Wettbewerb vor dem Hintergrund des 40-jährigen Jubiläums der Einführung der ersten Direktwahl des Europäischen Parlaments  in die fast dreiwöchige Bilderausstellung „Blicke zu europäischen Partnern“ ein. Diese wurde vom Bürgermeister der ehemals bayrischen Festungsstadt Germersheim Marcus Schaile für die drei Träger am Europatag feierlich eröffnet und dauerte bis zum Ende des Europawahltags.

Blick in die mit der Preisträgerauszeichnung verbundene Ausstellung von erfolgreichen Schülerarbeiten. Foto: Sinan Beygo

Zu rund 150 künstlerischen Werken verschiedener Gestaltungsart, die in Geschäften und deren Auslagen sowie in öffentlichen Räumen gezeigt wurden, konnten unmittelbare Blickkontakte von Vorbeikommenden entstehen. Die vielfach aufmerksam beachteten Arbeiten ließen bemerkenswerte kulturelle Gemeinsamkeiten erkennen. Schaile dankte bei der Vernissage den ausstellenden Künstlerinnen und Künstlern Karl F.Stewart und Yana Meynkova aus der burgundischen Partnerstadt Tournus, Mirosław Bąkowski und Piotr Barańczak aus dem polnischen Partnerlandkreis Krotoszyn sowie Stanisława Witek aus dem niederschlesischen Zgorzelec für ihr Kommen.

 

Landeszentrale Tagesveranstaltung

Zum zweiten Höhepunkt der Ausstellungswochen, der landeszentralen Tagesveranstaltung, kamen trotz äußerst widrigen Starkregens mehr als 300 Personen, darunter 201 1. Preisträger aus allen Teilen des Landes. Nach dem Begrüßungsempfang durch den Bürgermeister begannen acht Führungen unter dem auf die gastgebende Stadt bezogenen Motto „Von der bayrischen Festung zum Fachmarktzentrum Stadtkaserne – eine gelungene Konversion in Europa“. Der Besuch von Germersheims Festungsunterwelt war spannend und oft gruselig. Die Stadtführer und -führerinnen wussten mit der unerwartet schlechten Wettersituation umsichtig umzugehen, so dass die Gäste zwar durchnässt, aber sichtlich zufrieden zur Stadthalle zurückkamen. Drei Gruppen empfing der Bundeswehrstandort zu militärsachlichen Gesprächen, die in angenehmer Atmosphäre verliefen.

 

Vernissage von „Blicke zu europäischen Partnern“. Vom Mittelgang in der ersten Reihe n. lks. Bürgermeister Schaile und die neu gewählte Europaabgeordnete Christine Schneider. Foto: Simone Nelles

Beeindruckende Feierstunde

Das spielstarke Orchester des Johann-Wolfgang-Goethe-Gymnasiums eröffnete mit der meisterhaft intonierten Europahymne die öffentliche Feierstunde in der Stadthalle. Erster Kreisbeigeordneter Christoph Buttweiler sah den Wettbewerb als wichtigen Beitrag zur Entwicklung europäischen Bewusstseins bei der Jugend. Das Stadtoberhaupt wies auf ehemals für kriegerische Auseinandersetzungen gebaute Anlagen hin, die zu Zeugen des friedlichen Miteinanders entwickelt wurden. Bewusst geschürte Ängste, wie Fremdenhass, Rassismus und Antisemitismus haben nach Manfred Däuwel in der Gegenwart mit großer Freiheit und Wohlstand nichts zu suchen und dürfen den realistischen Blick auf Unbekanntes und Fremde nicht verbauen.

 

Vierter Rang unter Bundesländern

Ministerialrat Dr. Klaus Sundermann vom Bildungsministerium hob das Jahrzehnte lange Engagement des Ehepaars Däuwel für Europa dankend hervor und lobte die qualitativ guten Beiträge zum Europäischen Wettbewerb, mit denen Rheinland-Pfalz trotz Digitalisierung seinen vierten Platz unter den Bundesländern verteidigen konnte. Im Veranstaltungsreigen sieht die Europa-Union ein bemerkenswertes Beispiel für konstruktive partnerschaftlich-faire Zusammenarbeit zwischen Organen unterschiedlicher staatlichen und kommunalen Ebenen mit einem unabhängigen zivilgesellschaftlichen Partner, der mit seiner Arbeit in das östliche Nachbarland ausstrahlt.

 

 

Eine südpolnische Schülerin ruft überzeugend zur Europawahl auf, die Thema vieler polnischer und rheinland-pfälzischer Schüler war.
Foto: Simone Nelles

In Polen aktiv

Die in der Stadthalle von Landeswettbewerbsleiter Sinan Beygo aufgebaute Ausstellung von erfolgreichen Preisträgerarbeiten zeigten zur Überraschung vieler Betrachter auch hervorragende Arbeiten polnischer Schüler. Des Rätsels Lösung: Der Landesverband fördert mit Unterstützung des Bildungsministeriums seit mehr als 25 Jahren unverdrossen die Ein- und Durchführung des Wettbewerbs bei Partnerschulen in west- und südostpolnischen Woiwodschaften mit unterschiedlichem Erfolg. So erhalten zu Beginn des neuen Schuljahrs 42 polnische Schülerinnen und Schüler vom Bildungsministerium beurkundete 1. Landespreise aus Rheinland-Pfalz in öffentlichen Schulveranstaltungen.