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Bundesjury des 62. Europäischen Wettbewerbs tagt in Hamburg

1.800 der bundesweit besten Schülerarbeiten sichten, 572 Bundespreise vergeben – die Bundesjury des Europäischen Wettbewerbs hat viel zu tun! Seit Montag tagt das zentrale Gremium des ältesten Schülerwettbewerbs Deutschlands in Hamburg.

© EBD

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Die Tagung findet – entsprechend der föderalen Struktur des Wettbewerbs – jedes Jahr in einem anderen Bundesland statt. In diesem Jahr freuen sich alle Beteiligten über Wasserblick während der Arbeit und frische Seeluft in den Pausen in Hamburg Blankenese.

Aus jedem Bundesland ist eine erfahrene Lehrkraft angereist, die zuvor vom Kultusministerium dafür nominiert und für eine Woche vom Schuldienst freigestellt wurde. Viele von ihnen sind seit über zehn Jahren in der Jury, mit ihrer Erfahrung sind sie eine wertvolle Unterstützung für die fünf neuen Juroren, die 2015 erstmals dabei sind. Gemeinsam haben alle, dass sie sich in ihren Heimatorten aktiv für den Europäischen Wettbewerb einsetzen, ob als Landesbeauftragte, Landesjuroren oder engagierte Lehrer.

Am Montagmorgen eröffnete Projektleiter Florian Strasser die einwöchige Tagung und die Jurorinnen und Juroren hatten Gelegenheit zum Austausch. Sie zogen ein positives Fazit der 62. Wettbewerbsrunde. Trotz einiger Hürden bei den datenschutzrechtlichen Formalitäten erfreue sich der Wettbewerb ungebrochen großer Beliebtheit.

Die 18 Jurorinnen und Juroren arbeiten entsprechend ihres fachlichen Hintergrundes in drei Teiljurys – die Grundschul- und Kunstpädagogen in der Bildjury, die Politik- und Deutschlehrkräfte in der Textjury und diejenigen mit Medienerfahrung jurieren die Videobeiträge. Die Mitarbeiter der Bundesgeschäftsstelle haben in diesem Jahr einige strukturelle Änderungen vorgenommen, um den Jurys die Arbeit zu erleichtern – alle drei Teiljurys haben erstmals eigene Preiskontingente und können für jede der zwölf Aufgaben eine „beste Arbeit“ vergeben.  Bisher gab es nur eine beste Arbeit pro Aufgabe und die drei Teiljurys hatten oft den Eindruck „Äpfel mit Birnen“ vergleichen zu müssen. Sie freuten sich daher, dass die methodische Vielfalt des Wettbewerbs künftig auch in den besten Arbeiten sichtbarer als bisher ist.

Bis Mittwochabend vergeben die Jurys insgesamt 572 Bundespreise – darunter Bücher und Spiele für die jüngeren Schüler, Geldpreise für die Gruppenbeiträge und Reisepreise für die älteren Schüler. Auch in diesem Jahr können sich 60 Schüler über Einladungen der Bundeskanzlerin und des Bundestagspräsidenten nach Berlin freuen, jüngere Schüler können an internationalen Seminaren in Bad Marienberg und Otzenhausen und am Kunstworkshop in Wettin teilnehmen. Diejenigen, die erfolgreich an der Sonderaufgabe teilgenommen und zum Thema Krieg und Frieden in Europa gearbeitet haben, werden mit etwas Glück zu einem Seminar der Friedrich-Ebert-Stiftung in Straßburg eingeladen. Auch der Vizepräsident des Europäischen Parlaments, Rainer Wieland, lädt Schüler zu sich nach Brüssel oder Straßburg ein.

Am Donnerstagvormittag wird sich die Bundesjury der Themenentwicklung für die kommende Wettbewerbsrunde widmen. In den letzten Wochen wurden bereits online in Kleingruppen Themenvorschläge zum Europäischen Jahr 2016 entwickelt – dieses wird sich aller Voraussicht nach mit Gewalt gegen Frauen und Mädchen beschäftigen. Während der Tagung wird die inhaltliche Ausrichtung im Plenum diskutiert und eine finale Vorschlagsliste für Themen erstellt. Diese wird am Freitag dann den anreisenden Mitgliedern des Lenkungsausschusses präsentiert.

In dieser Woche wird damit nicht nur die 62. Wettbewerbsrunde ausgewertet und abgeschlossen, sondern es werden bereits die Weichen für die kommende 63. Wettbewerbsrunde gestellt. Eine intensive Woche, die nicht nur viel Arbeit, sondern auch viel Freude macht – denn die kreativen Ideen der Schüler sind der größte Lohn für alle Beteiligten.

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