Die 16-jährige Clara Biskup aus Hamburg berichtet von ihrer Gewinnerreise der Bundespreisträgerinnen und Bundespreisträger des 73. Europäischen Wettbewerbs nach Berlin. Auf dem Programm standen eindrucksvolle Einblicke in den Bundestag, das Bundeskanzleramt und die Europäische Union, interessante Gespräche sowie neue Freundschaften. Das unvergesslichste Erlebnis der Reise kam jedoch völlig unerwartet. Lesen Sie, welche Eindrücke Clara aus Berlin mit nach Hause genommen hat.
Vom Montag, dem 22. Juni, bis zum Mittwoch, dem 24. Juni, durften wir, 30 Bundespreisträgerinnen und Bundespreisträger des 73. Europäischen Wettbewerbs, drei ereignisreiche Tage in Berlin verbringen.
Am Montagmittag sind wir gleich nach unserer Ankunft am Berliner Hauptbahnhof – größtenteils sogar pünktlich! – mit dem Bus zum Bundespresseamt gefahren. Bei einem kleinen Imbiss vor Ort haben wir uns kennengelernt. Die Teilnehmenden kamen aus ganz Deutschland und wir haben uns alle auf Anhieb super verstanden. Noch am selben Nachmittag durften wir den deutschen Bundestag, das Herz unserer Demokratie, besichtigen. Nach einem guten Abendessen im Regierungsviertel fuhren wir schließlich in unser Hotel gleich am Alexanderplatz. Dort war es uns nach dem Check-In freigestellt, ob wir uns schon auf die Zimmer zurückziehen oder die Stadt noch weiter erkunden wollten.
Am nächsten Tag besuchten wir vormittags das Europäische Haus, wo wir in einem interaktiven Simulationsspiel einen tieferen Einblick in die Gesetzgebungsprozesse der EU gewinnen konnten. Nach einem Besuch der Ausstellung „Erlebnis Europa“ gab es ein typisches Berliner Mittagessen – Currywurst – mit Blick aufs Brandenburger Tor. Danach ging es gleich weiter zum nächsten Highlight: dem Bundeskanzleramt. Bei unserer Ankunft konnten wir den Staatsempfang des senegalesischen Präsidenten mit rotem Teppich, Hymne und militärischen Ehren im Ehrenhof verfolgen. Im hochgesicherten Bundeskanzleramt drinnen mussten wir uns zunächst besonders ruhig verhalten, da direkt über uns eine Pressekonferenz stattfand. Während der spannenden Führung konnten wir sogar aus dem Gebäude heraus die Verabschiedung des senegalesischen Präsidenten beobachten. Uns wurden viele Räume, die man sonst nur aus dem Fernsehen oder den Nachrichten kennt, gezeigt. Das war für uns alle natürlich eine super aufregende und spannende Erfahrung. Gegen Ende stellten wir uns gerade zum Gruppenfoto auf, als sich zu unserer großen Überraschung der Bundeskanzler dazustellte! Er begrüßte uns und wir hatten die einmalige Gelegenheit, mit ihm ins Gespräch zu kommen. Damit hatte natürlich niemand von uns gerechnet! Nach unserem unerwarteten Treffen mit Friedrich Merz und einer informativen Stadtrundfahrt konnten wir den Tag am Potsdamer Platz ausklingen lassen.

Auch der dritte und letzte Tag verlief keinesfalls ereignislos. Im Bundespresseamt wurden zuerst die Gewinnerarbeiten mit einem Grußwort der Präsidentin der Europäischen Bewegung, Dr. Anna-Maija Mertens, vorgestellt. Es war wirklich interessant zu sehen, wie unterschiedlich die anderen Preisträgerinnen und Preisträger die Wettbewerbsthemen interpretiert und umgesetzt haben. Und dann hatten wir sogar noch die Gelegenheit, uns mit dem stellvertretenden Regierungssprecher Sebastian Hille auszutauschen und ihm in einer Diskussionsrunde unsere Fragen zur aktuellen Bundespolitik zu stellen.
Nach diesen vollen, aber spannenden Tagen verließen wir Berlin bepackt mit Lunchpaketen, neuen Freundschaften, jeder Menge Erfahrungen und Anregungen. Die Reise wird uns sicherlich allen in guter Erinnerung bleiben, insbesondere natürlich das Treffen und Gespräch mit unserem Bundeskanzler, aber auch die vielen Einblicke, die wir in Politik und politisches Engagement auf sowohl europäischer als auch Bundesebene erhalten haben.
Mit großem Dank an Clara für den Erfahrungsbericht.

