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Eine Woche voller Streetart | Preisträgerseminar in Berlin

Großflächige Murals, Graffiti an U-Bahnen, Tags und Sticker überall – Berlin ist voller Streetart, an jeder Ecke gibt es etwas zu entdecken. Davon konnten sich 15 Preisträgerinnen und Preisträger des 66. Europäischen Wettbewerbs mit dem Motto „YOUrope- Es geht um dich!“ beim Streetart-Seminar in der Hauptstadt selbst überzeugen. Vom 29. Juli bis 1. August 2019 erlebten sie ein buntes Programm, welches sich rund um das Thema Kunst im urbanen Raum drehte.

Los ging es mit einer Tour durch Kreuzberg, wo es besonders viel große und kleine Streetart zu sehen gibt. Von einem heftigen Regenschauer überrascht, fand die Gruppe Zuflucht unter der Oberbaumbrücke. Dies bedeutete keinesfalls die Unterbrechung der Entdeckungstour. Alleine von diesem Fixpunkt aus konnten unzählige Kunstwerke entdeckt und ausgiebig betrachtet werden. Der Regen ließ nach, die Tour wurde fortgesetzt und im Vorübergehen konnte noch einiges über die Streetart-Künstler und ihre Werke gelernt werden.

Den nächsten Tag verbrachten die Teilnehmenden im Urban Nation Museum: Ein Museum welches sich gänzlich der Streetart widmet. Hier werden in wechselnden Ausstellungen großflächige Kunstwerke namhafter Künstler gezeigt. Die Preisträgerinnen und Preisträger sammelten dort viel Inspiration für den anschließenden Tape Art Workshop. Tape Art ist eine recht junge Form der Streetart, die in Berlin entstand. Mit verschieden farbigem Klebeband werden kunstvoll ganze Bilder geschaffen. Auf diese Weise kreierten die Teilnehmenden beeindruckende Werke auf Karton und konnten so ihr eigenes Stück Streetart mit nach Hause nehmen. Seinen gemütlichen Ausklang fand der Abend dann im Freiluftkino in Kreuzberg.

Am Mittwoch lernten unsere jungen Künstlerinnen und Künstler eine weitere Technik kennen: das Urban Sketching. Angeleitet von der talentierten EW-Alumna Wienke Jensen fingen sie Straßenszenen in kleinen Skizzenbüchern ein. Mit viel Gespür für den richtigen Moment und einem Auge für besondere Details entstanden so einzigartige Bilder ihrer Eindrücke von Berlin. Großflächigere Kunst wurde am Nachmittag beim Graffiti-Workshop geschaffen. Zunächst übten die Teilnehmenden Tags und Skizzen auf Papier und erfuhren so einiges über die Geschichte des Graffitis und lernten die, in der Szene üblichen Begriffe. Später durften sie selbst zu den Sprühdosen greifen und ein tolles Graffiti entstand im Monbijou-Park. Den kulturellen Abschluss des Seminars bildete am Abend der Besuch des Ratibortheaters. Bei der Impro-Vorstellung des Stücks „Ick und Berlin“ wurde herzlich und viel gelacht.

Wir blicken zurück auf spannende wie kunstvolle Tage und teilen gern die Impressionen unserer gemeinsamen Woche.