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Entscheidungsfindung zur Flüchtlings- und Asylpolitik in Hamburg | Stimmen des EW zum Planspiel

Die Schülerinnen und Schüler der Stadtteilschule am Hafen in Hamburg haben im Rahmen eines Projekts einen EU-Tag an ihrer Schule veranstaltet und dieses Projekt zur Sonderaufgabe des 66. Europäischen Wettbewerbs eingereicht. Für dieses Projekt wurden die Schülerinnen und Schüler mit einem Bundespreis ausgezeichnet: Sie haben einen Europa-Workshop gewonnen, der von der Europa-Union Schleswig-Holstein durchgeführt wurde.

Hier erfahren wir, was die Schülerinnen und Schüler im Planspiel erlebt und dazu gelernt haben:

Mit der Asyl- und Flüchtlingspolitik der Europäischen Union hat sich der Jahrgang 12 der Stadtteilschule am Hafen in einem Planspiel der Europa-Union Schleswig-Holstein auseinandergesetzt. In jeweils Zweierteams haben die Schülerinnen und Schüler 16 EU-Länder in einer Ratssimulation vertreten und die teilweise komplett gegensätzlichen Positionen „ihrer“ Länder in Positionspapieren zur Abstimmung gebracht.

„Mit dem Planspiel haben unsere Schülerinnen und Schüler ein Gefühl dafür bekommen, wie schwierig es ist, einen Konsens innerhalb der EU beim Thema Asyl- und Flüchtlingspolitik zu erreichen. Noch wichtiger ist es aber, dass sie Multiperspektivität erlebt und glaubhaft Positionen vertreten haben, die sie persönlich vielleicht gar nicht teilen“, resümiert der betreuende Lehrer Finn Jagow. Er ist an der Stadtteilschule am Hafen zuständig für die Demokratiepädagogik und überzeugt davon, dass gute Planspiele häufig mehr Lerneffekte haben, als normaler Unterricht.

Das Planspiel wurde inhaltlich vor- und nachbereitet: Zum Einstieg bekamen die Jugendlichen einen Input zu den Grundlagen der EU-Integration und zur Asyl- und Flüchtlingspolitik der EU. Anschließend arbeiteten sie sich selbständig in die komplexen politischen Sichtweisen und Argumentationen der von ihnen vertretenen Länderdelegierten ein. Hierfür bekamen alle von der professionellen Spielleiterin Rollenbeschreibungen und Statements. Danach begann die Simulation des EU-Sondergipfels, gefolgt von informellen Verhandlungen, offenen Debatten und formellen Verhandlungsphasen. Nach der finalen Abstimmung wurde der gesamte Tag reflektiert.

Gewonnen hatten vier Schüler das professionell angeleitete Planspiel für ihren Jahrgang beim 66. Europäischen Wettbewerb. Sie hatten mit der Gestaltung eines europäischen Tages in der Schule die Bundesjury überzeugt.

Hier geht’s zur Projektbeschreibung, dem Konzept und der Umsetzung:

Hansen & Rasiti & Pesen & Münkat

Ihr möchtet auch erzählen, wie ihr euren Wettbewerbsbeitrag erstellt habt oder was ihr dank des Europäischen Wettbewerbs erlebt habt? Schreibt an team@ew2019.de! Hier findet ihr alle „Stimmen des EW“.