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  • 03.12.2020

Ausstellung von Schülerarbeiten des Deutschen Bundestag

Die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags, Claudia Roth Mdb, eröffnete die Ausstellung. Copyright: Thomas Koehler/photothek/Deutscher Bundestag

Kritisch, hoffnungsvoll, bunt und fordernd – so blicken die Kinder und Jugendlichen, deren Arbeiten aus dem 67. Europäischen Wettbewerb zurzeit im Deutschen Bundestag ausgestellt werden, auf Europa und die EU. Ihre Perspektiven haben die Künstlerinnen und Künstler in knapp 50 Werken verarbeitet, die nun im Rahmen der am 30. November 2020  anlässlich der deutschen EU-Ratspräsidentschaft eröffneten Ausstellung „Europa durch die Augen von Kindern und Jugendlichen sehen“ im Paul-Löbe-Haus zu sehen sind. 

Die vom Deutschen Bundestag finanzierte Ausstellung wurde eröffnet durch dessen Vizepräsidentin Claudia Roth MdB. Trotz Pandemie war es möglich, sechs der jungen Künstlerinnen und Künstler unter strengsten Hygienevorschriften zur Eröffnung einzuladen. Auch Mitglieder des Deutschen Bundestags wie Christian Petry MdB, Vizepräsident der Europäischen Bewegung Deutschland, wohnten der Veranstaltung bei. In ihrem Grußwort ging Claudia Roth auf die bunten und farbenfrohen Zeichnungen, Collagen und Malereien der jungen Künstlerinnen und Künstler des Europäischen Wettbewerbs ein. Gelobt wurde dabei die kritische und konstruktive Sicht der Jugendlichen auf ernste Themen wie dem Schicksal Geflüchteter, Armut, Kriegen, Klimawandel oder den Rechten und Schutz von Minderheiten. 

Die Präsidentin der Europäischen Bewegung Deutschland, Dr. Linn Selle, sprach ebenfalls ein Grußwort. Copyright: Thomas Koehler/photothek/Deutscher Bundestag

Im Anschluss ergriff die Präsidentin der Europäischen Bewegung Deutschland, Dr. Linn Selle, das Wort. Sie dankte dem Bundestag für die Ausrichtung der Ausstellung und lobte die kritische Haltung der Arbeiten, die Europa und die EU als Hoffnungsschimmer darstellen, aber auch explizit Verantwortung einfordern. Ihre Rede endete mit dem Wunsch nach nachhaltiger aktiver Beteiligung der Kinder und Jugendlichen: „Dass eure Arbeiten nun hier im Paul-Löbe-Haus, im Herzen der deutschen Demokratie, ausgestellt sind, zeigt, dass eure Meinung wichtig ist und gehört wird. Ich wünsche mir, dass ihr dieses Bewusstsein heute mit nach Hause nehmt und dass ihr euch auch künftig aktiv zu Wort meldet, wenn es um Europa geht.“

„Wir nehmen die Welt ganz anders war und sind weitaus aufmerksamer als zuvor“. Die 16-jährige Stella Kullmann hielt eine Rede in Namen der anwesenden Schülerinnen und Schüler. Copyright: Thomas Koehler/photothek/Deutscher Bundestag

Abschließend hielt die 16-jährige Stella Kullmann aus Rheinland-Pfalz eine kurze Rede im Namen der anwesenden Schülerinnen und Schüler. Sie unterstrich die Bedeutung des Europäischen Wettbewerbs, der ihr und vielen weiteren Schülerinnen und Schülern jedes Jahr den Raum bietet, sich künstlerisch mit politischen Themen zu befassen und diese zu hinterfragen: „Durch den Europäischen Wettbewerb haben wir neue Leidenschaften und auch die Kunst an sich für uns wiederentdeckt. Auch unser politisches Interesse hat sich verändert. Wir nehmen die Welt ganz anders war und sind weitaus aufmerksamer und informierte als zuvor.“

Die Künstlerinnen und Künstler stellten ihre Arbeiten Claudia Roth und den weiteren Gästen vor. Copyright: Thomas Koehler/photothek/Deutscher Bundestag

Es folgte ein Rundgang durch die Ausstellung, in der die sechs eingeladenen Jugendlichen die Gedanken und den Entstehungsprozess zu ihren Arbeiten Claudia Roth, Linn Selle und den weiteren Gästen erläuterten. Die 16-jährige Elisabeth aus Bayern setzte sich in ihrem Werk mit dem Thema Krieg und dessen Auswirkung insbesondere auf Kinder auseinander. „Mein Beitrag soll ausdrücken, dass in Zeiten von Krieg, Terror und Rassismus viele Kinder weltweit Hilfe benötigen und Europa genau diese Hilfe anbieten kann.“ Und Mathilda aus Hamburg, ebenfalls 16 Jahre, kritisiert in ihrer Zeichnung den erstarkenden Nationalismus in ganz Europa: „Deshalb ist es wichtig zusammenzustehen und einander zuzuhören, statt sich zu bekämpfen.“ 

Die Ausstellung wird noch bis zum Februar 2021 im Westgraben des Paul-Löbe-Hauses  zu sehen sein.

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