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Berlin

Europa im Klassenzimmer der Europaschulen

Ein gefüllter Raum, Tische mit bunten Flyern und Postkarten, Fremdsprachen sind zu hören. In der Landeszentrale für politische Bildung versammelten sich am vergangenen Dienstag Lehrerinnen und Lehrer der Staatlichen Europa-Schule Berlin und informierten sich über diverse Angebote, Europa in den Schulalltag zu integrieren. Unter dem Titel „Europabildung in der SESB – Allgemeine und besondere Herausforderungen für mit der Implementierung der Europabildung betraute Lehrkräfte, Moderator/innen der SESB“ wurde die Einbindung von Europabildung und europäischer Werteorientierung in den Unterricht thematisiert. Die Berliner Europaschulen zeichnen sich insbesondere durch ihr bilinguales Schulprofil und kulturelle Angebote aus.

Eine hervorragende wie niederschwellige Möglichkeit Europa im Unterricht zu verankern, sei der  Europäische Wettbewerb, so die Projektmanagerin Mareen Hirschnitz. Im Rahmen des Fachtages stellte sie den Europäischen Wettbewerb als Praxisbeispiel vor, der auf kreative Art und Weise Schülerinnen und Schülern mit europäischen Themen in Berührung bringt. Dies veranschaulichte sie mithilfe der bunten, ausdrucksstarken Arbeiten, die erst kürzlich von der Bundesjury mit Preisen ausgezeichnet wurden. Auf dem Streifzug durch die Themenvielfalt aber auch durch die unterschiedlichen Bearbeitungsmöglichkeiten erhielten die Lehrkräfte Einblick und Anreize für eine direkte Einbindung des Themenkomplexes Partizipation, Beteiligung und Demokratie in die unterschiedlichen Fachbereiche. Auch für die 67. Wettbewerbsrunde orientieren sich die Aufgabenstellungen an aktuellen Debatten und der Lebenswelt der Jugendlichen. Im Unterschied zu anderen Schülerwettbewerben können Kinder und Jugendliche aller Altersklassen, Schulformen und Entwicklungsstufen beim Europäischen Wettbewerb teilnehmen und sich zu den Bundessieger zählen: Jährlich werden über 500 Preise an die bundesweit besten 1800 Schülerbeiträge verliehen. Auf Landes- und Kreisebene kommen noch einige Tausend hinzu. So fördert der Europäische Wettbewerb nicht nur einzelne Talente, sondern eine breite Beteiligung und trägt zu einem verbesserten Europaverständnis durch politische aber auch künstlerische, kulturelle oder mediale Bildung bei.

Für die Europaschulen kann dieses Angebot besonders attraktiv sein, da sie mit der Teilnahme am Europäischen Wettbewerb ihre Schwerpunktsetzung in den Lerncurricula erfüllen können: Europäische Zusammenarbeit und Integration spielerisch zu erlernen, Vielfalt und ein gemeinsames Miteinander sowie voneinander Lernen direkt erlebbar machen, aktuelle Themen altersgerecht aufgreifen, sich auf einen Perspektivwechsel einzulassen und in Fremdsprachen auszuprobieren. Darüber hinaus kann jede Schule über die eTwinning-Plattform in direkten Kontakt mit Schulen aus über 40 Ländern treten, auch darüber eigene Projekte gestalten und für den Europäischen Wettbewerb einreichen.

Wer noch mehr zum Thema erfahren will, kann sich auch für die Berliner Fortbildungsreihe anmelden. Die bietet den Berliner Lehrerinnen und Lehrer die Gelegenheit, in weitere Formate der Europabildung hinein zu schnuppern und einen tieferen Einblick zu erlangen wie der Europäische Wettbewerb gezielt im Rahmenlehrplan umgesetzt werden kann.

Die Schülerbeiträge aus der 66. Runde werden in Kürze auch auf der Website des Europäischen Wettbewerbs zu sehen sein. Einige Medienbeiträge können Sie schon jetzt auf YouTube und Instagram anschauen.

Der Fachtag wurde von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie veranstaltet.