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  • 10.07.2018

Europa ist bunt! Beste Arbeiten der 65. Runde jetzt online

Bilder, Texte, Hip-Hop-Songs, Computerspiele und Videos – 85.626 Schülerinnen und Schüler von der 1. Klasse bis zum Abitur haben sich beim 65. Europäischen Wettbewerb mit Europas kulturellem Erbe auseinandergesetzt. Dabei sind viele kreative, kritische, berührende und humorvolle Arbeiten entstanden, die nun auf der Website des Europäischen Wettbewerbs veröffentlicht wurden.

Würde man die Kinder bauen lassen – in Europa wäre es wesentlich bunter.

Getreu dem Motto der Aufgabe „Deine europäische Stadt – Du bist der Baumeister!“ zeigt Alma Karline Böhme aus Erfurt ihre bunte Vision einer Europastadt. Neben vielen bunten Stadtbildern entstanden auch beeindruckende Videos zum Thema – zum Beispiel die Dokumentation der detaillierten Playmobilstadt von Joshua Seipel Montúfar, eine beeindruckende Leistung des 9-Jährigen, die mit der Auszeichnung „Beste Arbeit der Aufgabe“ belohnt wurde. Ein gänzliches neues Format entwickelten Marvin Krüger, Jolina-Marie Lindt und Soeren Splett von der
Siegfried-Drupp-Grundschule Dortmund – sie gestalteten ihre europäische Stadt in Minecraft.

Aleyna Koc, Sophia Pöll, Sandrine Wiedmaier und Emelie Amann aus Rottenburg sind der Frage nachgegangen, was ein Schmuckdesigner macht – herausgekommen ist ein spannendes Buch. Henri Hainz, Max Kreuter und Simon Richter  aus Saarbrücken gestalteten in einem mitreißenden Video eine Hommage an den aussterbenden Beruf des Bergmanns.

Achtung Ohrwurm! „Tritt ins Licht“ ist ein berührendes Lied über europäische Werte

Begeistert von ihren Erfahrungen und Begegnungen mit anderen Menschen in anderen europäischen Ländern sind Anna Schubert, Sarah Schubert, Ajana Windisch und Antonia Behr sich einig: Der wahre Schatz Europas ist seine Bevölkerung! Im selbst produzierten Song „Tritt ins Licht“ lassen die 13-Jährigen aus Plochingen einen fiktiven Charakter in Europa ankommen. Ungeachtet der Sprache, der Herkunft und der Religion wird dieser Figur Vertrauen entgegengebracht und sie wird integriert – ein schönes Symbol für europäische Werte. Der Popsong mit Ohrwurmqualität sorgte für Aufsehen und führte dazu, dass die vier im September beim Tag der Talente des Bildungsministeriums auf der Bühne stehen werden.

Auch Texte wurden eingereicht – hier ein Kinderbuch über die EU

Ebenfalls musikalisch beteiligten sich drei niedersächsische Oberstufenschüler am Wettbewerb.  Der Hip-Hop-Song von Yunus-Emre Dinc, Matthias Kozyra und Benjamin Pöhlchen aus Hannover hebt auf die Vorteile Europas ab, die in seiner Vielfalt besteht: „Vielfalt macht stark, sieh dir die EU an, 28 Staaten schloßen sich dem Bund an.Laura Bittner aus Limburg hat dem Thema sogar ein eigenes Kinderbuch gewidmet, in der sie der Altersgruppe 8-12 die ganze Vielfalt Europas vorstellt.

Ein weiteres Wettbewerbsthema in der 65. Runde waren Denkmäler, die sozusagen europäische Geschichte „erzählen“. Alina Pfeil und Eva Tschintscharadse aus Dresden haben sich in ihrem Klappbuch mit 3-D-Elementen den architektonischen Schätzen der Stadt Meißen wie dem Schloss Albrechtsburg und der Porzellanmanufaktur gewidmet. Florian Baßler aus Achern malte virtuos einen alten Überwachungsturm, der früher vom Militär genutzt wurde und heute als Aussichtsturm dem Tourismus dient.

Fast fotorealistisch – so virtuos ist dieses Selbstportrait gemalt.

Besonders beliebt in dieser Runde war die Aufgabe im Modul 4 „Vom Hofmaler zum Selfie“ über Kulturen der Selbstinszenierung. Oliver Vazquez Feiler aus Weiden malte sich selbst – einerseits in Hofmaler-Manier mit Hut und Pinsel und andererseits mit herunterlaufendem Honig, um die Sensationsgier der Selfie-Kultur zu befriedigen. Beide Werke zeigen: Hier war ein herausragendes künstlerisches Talent am Werk!

Doch nicht nur in Bildern wurde das „Selfie-Zeitalter“ reflektiert. Majola Betis, Sebastian Binz, Nico Leser und Julian Mattern aus Lahr beschäftigten sich in einem deutsch-französischem Gemeinschaftsprojekt in einem Video mit der Geschichte der Selfie-Kultur von der Antike bis zur heutigen Zeit. Und Michelle Rausch schrieb und inszenierte einen beeindruckenden Poetry Slam über die Eitelkeit und Oberflächlichkeit heutiger Selbstinszenierung.

Auch mit dem Thema Sport setzten sich Schülerinnen und Schüler auseinander – welche Rolle spielt Sport für die europäische Identität? Anna-Maria Geistmann, Lena Springeneer, Vivien Deeke und Joanna Baecker vom Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg in Lüdinghausen drehten den urkomischen und zugleich ernsten Animationsfilm „Megakuss“. Vier untypische europäische Familien treten im „Megakuss-Wettbewerb“ gegeneinander an und lernen dabei: Rassismus ist das Letzte, was Europa braucht.

Die hier Genannten stehen exemplarisch für 85.626 Schüle­rinnen und Schüler von 1.296 Schu­len, die bundesweit am 65. Europäischen Wettbewerb teilnahmen. Etwa hundert der auf Bundesebene ausgezeichneten Schülerarbeiten wurden bereits im Mai in einem kurzen „Best of“ – Video präsentiert. Viele weitere besonders erfolgreiche Bilder, Texte, Lieder und Videos wurden nun im Archiv der Schülerarbeiten des 65. Europäischen Wettbewerbs veröffentlicht. Wir wünschen viel Freude beim Stöbern!

Zu den Schülerarbeiten der 65. Wettbewerbsrunde