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EW goes Straßburg | Preisträgerseminar mit der Friedrich-Ebert-Stiftung

Vier Tage EU pur hieß es vom 1. bis 4. Juli 2019 für 13 glückliche Preisträgerinnen und Preisträger des 66. Europäischen Wettbewerbs beim Seminar der Friedrich-Ebert-Stiftung in Straßburg. Dort konnten sie den europäischen Politikbetrieb aus nächster Nähe erleben, einiges über die EU und ihre Institutionen lernen und die elsässische Stadt genießen.

Los ging es am Montag nach dem gegenseitigen Kennenlernen mit einer thematischen Einführung in den Aufbau und die Arbeitsweise der EU durch Henry Gerlach von der Friedrich-Ebert-Stiftung. Anschaulich erklärte er die Grundlagen der EU-Politik und brachte Licht in den Begriffsdschungel. Es folgte eine angeregte Diskussion zur Effizienz der europäischen Politik und über die EU-Skepsis in der Bevölkerung. Im Anschluss wurde die Kunst in den Mittelpunkt gerückt. Die Teilnehmenden stellten sich gegenseitig ihre Wettbewerbsbeiträge vor und tauschten sich zu ihren Schaffensprozessen, Inspirationen und den Hintergründen ihrer Arbeiten aus. Besonders schön war zu sehen, wie viel Anerkennung sie sich gegenseitig zollten und sich in ihrer künstlerischen Arbeit bestärkten.

Tag zwei startete im Europarat, wo die Preisträgerinnen und Preisträger bei einer Besichtigung des Plenarsaals so einiges über Geschichte, Organisation und Arbeit der Institution erfuhren. Panos Kakaviatos, Pressereferent beim Europarat , berichtete aus der Praxis dieser Arbeit, von Erfolgen und Schwierigkeiten der letzten Zei t und betonte die Wichtigkeit der Förderung von Menschenrechten durch institutionelle Instrumente.

Politisch ging es weiter beim anschließenden Workshop von planpolitik . In einem „Ideas Lab“ erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler, wie sie sich die EU im Jahr 2025 vorstellen und wünschen. Die hier gesammelten Ideen zur Zukunft Europas durften sie noch am selben Tag dem Europaabgeordneten Tiemo Wölken vorstellen. Dieser nahm sich in der stressigen konstituierenden Woche des neugewählten Europäischen Parlaments extra Zeit für unsere Preisträgerinnen und Preisträger. In einer spannenden Diskussion wurde über Klimagerechtigkeit, Politikerinnen und Politiker auf den Social Media-Kanälen und zivilgesellschaftliches Engagement debattiert.

Bei einem politisch literarischen Stadtrundgang am Mittwochvormittag zeigte Sven Wachowiak von der Friedrich-Ebert-Stiftung den Teilnehmenden seine Wahlheimatstadt Straßburg. Daraufhin folgte nun eins der Highlights der Reise. Die Preisträgerinnen und Preisträger durften der konstituierenden Sitzung des neugewählten Europäischen Parlaments beiwohnen. Von der Besuchertribüne aus wurde so manche*r Abgeordnete*r erkannt und die Wahl der Vizepräsidentinnen und –präsidenten verfolgt. Der Ausklang dieses spannenden Tages fand am Abend bei leckerem französischem Essen im Stadtviertel La Petite France statt.

Zu guter Letzt stand am Donnerstag der Besuch des deutsch-französischen Fernsehsenders Arte auf dem Programm. Während der Führung durch die Studios erhielten die Teilnehmenden exklusive Einblicke in die Arbeit der Redaktion. Als die Preisträgerinnen und Preisträger sich anschließend wieder auf den Nachhauseweg machten, hatten sie neben tollen Erinnerungen und reichlich neuem Wissen auch viele neue Freundschaften im Gepäck.