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  • 20.02.2019

Fachtagung zu Demokratiebildung und Begabtenförderung in Schülerwettbewerben

Begabtenförderung und Demokratiebildung – zwei unterschiedliche Aspekte, die eines gemeinsam haben: Sie sind integraler Bestandteil der Arbeit von Schülerwettbewerben. Beide Bildungsthemen standen auf der Agenda der jährlichen Fachtagung der bundesweiten Schülerwettbewerbe mit den zuständigen Referentinnen und Referenten der Länder, der KMK und des Bildungsministeriums.

Die zweitägige Fachkonferenz, die im jährlichen Wechsel von Ländern und Schülerwettbewerben ausgerichtet wird, fand vom 18. auf den 19. Februar 2019 in Erfurt statt. Bildungsminister Holter begrüßte die ca. 50 Tagungsgäste persönlich – Demokratiebildung liegt ihm als Thema seiner letztjährigen KMK-Präsidentschaft besonders am Herzen.

Bevor die gemeinsame Tagung startete, konferierten die Kreise zunächst getrennt: Die Ministerien stimmten sich ab in grundsätzlichen Fragen in Bezug auf Schülerwettbewerbe, die Leiterinnen und Leiter der Schülerwettbewerbe besprachen Neumitgliedschaften und weitere Themen und Formate der Zusammenarbeit.

Den Tagungsauftakt machte dann Prof. Dr. Gabriele Weigand, die den Forschungsverbund „Leistung macht Schule“ leitet, in dem Bund und Länder neue Strategien der Talentförderung ausprobieren. 300 Schulen, darunter viele Grundschulen, arbeiten in dem 10jährigen Pilotprojekt eng mit Universitäten zusammen, um neue Strukturen, Instrumente und Strategien der Begabtenförderung zu entwickeln. In der anschließenden Diskussion wurden gemeinsam Wege ausgelotet, Schülerwettbewerbe in die schulische Talentförderung fest zu integrieren. Eine gute Gelegenheit dafür bietet der Netzwerktag aller „Lema-Schulen“ im September 2019.

Am Abend erlebten die Tagungsgäste ein originelles Kulturprogramm: Ein Schauspieler spielte in uralten Erfurter Gemäuern Thüringer Sagen nach. Im Anschluss klang der Tag bei einem gemeinsamen Abendessen aus.

Am zweiten Tag stand die Interaktion im Fokus. Die Wettbewerbsleitungen boten in einem World Café Kleingruppenarbeit zu vier Aspekten der Demokratiebildung an: Schulentwicklung, MINT, Populismus und Primarstufe.

Janin Hartmann, Projektleiterin des Europäischen Wettbewerbs, und Christine Gerland, Leiterin des Schulwettbewerbs für Entwicklungspolitik, leiteten die Diskussionen zu Demokratiebildung in der Primarstufe. Fazit: Demokratiebildung an Grundschulen ist dringend nötig, doch noch viel zu selten die Regel. Schülerwettbewerbe können mit ihren spezifischen Eigenschaften den Grundschulen ein großes Potenzial für grundlegende Demokratiebildung eröffnen.

Verabschiedung von Michael Kirchmeir

Die Tagung ging zu Ende mit einem großen Dank an die Gastgeberinnen aus Thüringen sowie einer Verabschiedung des Wettbewerbsreferenten Michael Kirchmeir aus Bayern, der sich auch seit vielen Jahren im Lenkungsausschuss des Europäischen Wettbewerbs engagiert.