Festliche Ehrungen in Bayern, Thüringen und Rheinland-Pfalz

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München, Bayern

In Bayern fand die Bundespreisverleihung am 08. Juni in gewohnt festlichem Rahmen statt. Ursprünglich war sie auf der Bühne des Hofgartenfestes geplant, das aber aus Solidarität mit den Betroffenen des Hochwassers abgesagt wurde. Umso mehr konnten die Preisträgerinnen und Preisträger gebührend geehrt werden – der Kuppelsaal der Staatskanzlei war ganz alleine für den Europäischen Wettbewerb reserviert. 

Die preisgekrönten Arbeiten waren ausgestellt und konnten bestaunt werden. Die Staatskanzlei, der Ort der Preisverleihung, war bis auf den letzten Platz ausgebucht. Auf der Bühne, auf der auch die beiden Besten Arbeiten und die Bilder der KMK-Preisträgerinnen und -Preisträger zu sehen waren, führte die Moderatorin Eva Grünbauer durch den Mittag. Auch Kultusministerin Anna Stolz und Bayerns Europaminister Eric Beißwenger richteten Worte an das Publikum. Da die Preisverleihung einen Tag vor der Europawahl stattfand, bei der erstmals auch Jugendliche ab 16 Jahren wählen durften, fanden sich in den Reden einige Wahlaufrufe. Beißwenger betonte: „Bayern liegt geografisch im Herzen Europas. Ich freue mich, wenn unsere junge Generation Europa im Herzen hat!“.

Die Preisträgerin Sara Brînzan mit Eric Beisswenger und Anna Stolz, Foto von der Bayerischen Staatskanzlei

Die Moderatorin interviewte die Schülerinnen und Schüler zu Ihren Arbeiten, diese erklärten ihren Arbeitsprozess bei den Zeichnungen und Bildern und gaben Einblicke in ihre Ideen zum Thema Grenzen. Die beiden Pokale für die Auszeichnung „Beste Arbeit“ gingen in diesem Jahr nach Augsburg und Neuötting. Esma Kasli (16) von der Bertolt-Brecht-Realschule gewinnt mit einer Bleistiftzeichnung, die einen Straßenkehrer zeigt. Sie erzählt die Geschichte eines Gastarbeiters, der Geld (DM) und Brot (sein Essen) zusammenkehrt und in Gedanken bei seiner Frau, seinen Kindern und seiner Familie ist, die er vermisst. Gabriel Niemann (8) von der Max-Fellermeier-Grundschule überzeugt mit einem Ölkreidebild, das uns farbenfroh auf die wunderbare Reise eines Storches durch Europa mitnimmt.

Gera, Thüringen

Gleich zwei Festveranstaltungen im Rahmen den Europafestes gab es für die Thüringer Teilnehmenden des Europäischen Wettbewerbs. In der Rotunde des Erfurter Regierungsviertels überreichte die Landesbeauftragte Anita Rommel dem Großteil der 92 Preisträgerinnen und Preisträger die Preise und Urkunden. Weitere 13 Schülerinnen und Schüler erhielten ihre Auszeichnungen auf der großen Bühne. 

Rund 25.000 Menschen besuchten das diesjährige Hofwiesenparkfest, bei dem Europaschulen zertifiziert, kulturelle Beiträge präsentiert und allerlei Informationen und Aktionen rund um Europa zu finden und zu sehen waren. 

Mainz, Rheinland-Pfalz

Fast 5.000 Schülerinnen und Schüler aus Rheinland-Pfalz haben sich im Rahmen des Europäischen Wettbewerbs Gedanken über die Zukunft des Kontinents gemacht. Die Preisverleihung fand am am 06. Juni erstmals im Mainzer Landtag statt. 

Inhaltlich bereichert wurde die Veranstaltung durch eine Podiumsdiskussion mit Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig, dem Landtagspräsident Hendrik Hering, dem Vorsitzenden der Europa-Union Rheinland-Pfalz, Dr. Norbert Herhammer und dem stellvertretenden Preisträger der BBS NeustadtLars Rheinwald. Den genialen Wahlwerbespot, der von der Europa AG der BBS Neustadt eingereicht wurde, haben wir bereits vor der Wahl auf unserer Website und in den sozialen Medien veröffentlicht. Im Podiumsgespräch formuliert er kritisch: „Europa bedeutet für mich Gegengewicht – zu autoritären Staaten, aber auch zum internationalen Finanzmarkt oder zu großen Firmen.“ Auf der anderen Seite erklärt Hubig, dass sie vor allem das Thema „The sky is not the limit“ angesprochen habe, da wir Europa zu oft territorial denken. 

Hering betont: „Junge Menschen gehören in den Plenarsaal. Wir hätten schon viel früher auf die Idee kommen sollen, die Preisverleihung auszurichten.“ Das unterschreiben wir gerne!

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