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Hessen zeigen vollen Einsatz | „Denk mal – worauf baut Europa?

Das Europäische Kulturerbejahr hat es sich zum Ziel gemacht, Denkmäler und kulturelles Erbe zum Leben zu erwecken. Denn Kultur ist immer im Wandel, sie ist eine Brücke zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Der 65. Europäische Wettbewerb 2018 schickt Schülerinnen und Schüler auf Spurensuche in Europas reichen Kulturschatz und ermutigt sie, die kulturelle Vielfalt Europas selbständig zu erforschen.

Lehrerinnen und Lehrer aus ganz Hessen, besonders aber aus den Kreisen Fulda, Limburg, Kassel, Offenbach, Marburg, Wiesbaden und dem Hochtaunuskreis reichten die besten von 5.100 in Hessen angefertigten Arbeiten ihrer Schülerinnen und Schüler an die Landesjury weiter, die vom 19. bis 23. Februar an der Ricarda Huch Schule in Dreieich-Sprendlingen tagte.

Auch dieses Jahr konnten Schülerinnen und Schüler von der 1. bis zur 13. Klasse den „Europäischen Gedanken“ in 12 altersgerechten Modulen in den Unterricht in Hessen integrieren. Die Themenstellungen reichen von z.B. „Eine europäische Stadt – Du bist der Baumeister.“ Oder „Abenteuer in Schlössern, Burgen und Gotteshäusern“ über „Aussterbende Berufe“ bis hin zu „Vom Hofmaler zum Selfie“. Zusätzlich bot die Sonderaufgabe: „Freundschaft im Wettstreit“ die Möglichkeit zur kreativen und kritischen Auseinandersetzung mit den Ideen, Wünschen, Hoffnungen und Vorstellungen worauf Europa baut, wie z.B. Werte und Ziele der EU. Die Themen konnten von den Schülerinnen und Schülern auf bildnerische, schriftliche oder multimediale Art dargestellt und auch über die Plattform eTwinning.de in Kooperation mit anderen europäischen Schulen bearbeitet werden.

Nach Abschluss der Landesjury wird eine Auswahl der besten hessischen Arbeiten in die nächste Runde zur Bundesjurywoche im März weitergereicht. Neben attraktiven Sach- und Geldpreisen gibt es auch in diesem Jahr mehrtägige Fahrten nach Berlin oder Brüssel auf Einladung der Bundeskanzlerin oder des Bundestagspräsidenten sowie Seminare in Straßburg zu gewinnen.

Besonders vielversprechend sind in diesem Jahr Arbeiten der Mathildenschule in Offenbach, der Peter-Paul-Cahensly-Schule und Adolf-Reichwein-Schule in Limburg, der Humboldtschule in Bad Homburg, der St. Angela Schule in Königstein, der Justus Liebig Schule in Darmstadt, der Freiherr vom Stein Schule in Gladenbach, der Wilhelm-Leuschner-Schule in Mainz-Kostheim sowie der Georg-Büchner-Schule in Rodgau.

In vielen kreativen Werken ist in diesem Jahr eine kritische Auseinandersetzung mit gegenwärtigen und zukünftigen europäischen Herausforderungen z. B. über die Vielfalt der Kulturen sowie deren Erbe zu erkennen. Denn „Die Stärke Europas besteht eigentlich darin, dass es eine Summe verschiedener Mentalitäten und Kreativitäten ist, das Gegenteil von Gleichschaltung und Einebnung.“ (Lennart Meri 1929-2006, estnischer Schriftsteller, Filmemacher und Politiker).