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  • 22.04.2020

Jetzt wird gefeiert: Gewinnerinnen und Gewinner des 67. Europäischen Wettbewerbs stehen fest

In diesem Jahr ist vieles anders – aber eines bleibt gleich: am Ende des Wettbewerbszyklus stehen die Gewinnerinnen und Gewinner des Europäischen Wettbewerbs fest! So auch in dieser aufregenden und herausfordernden Wettbewerbsrunde. Die Bundesjury begutachtete in den letzten Wochen die bundesweit besten 1900 Beiträge und zeichnete 537 von ihnen mit wertvollen Bundespreisen aus. 35 Schülerarbeiten wurde die Auszeichnung „Beste Arbeit“ in einer der 13 Aufgaben in den drei Wettbewerbskategorien Bild, Text oder Medien verliehen. Wir gratulieren allen Gewinnerinnen und Gewinnern sowie ihren betreuenden Lehrkräften!

In der 67. Wettbewerbsrunde waren Schülerinnen und Schüler dazu aufgerufen, sich auf das zu besinnen, was uns verbindet: „EUnited – Europa verbindet“. Bei den Jüngsten zogen europäische Märchenfiguren wie Baba Jaga und der Froschkönig gemeinsam durch die Lande, und die älteren Schülerinnen und Schüler setzten sich kreativ und politisch mit Folgen des aktuellen Körperkults oder der Klimakrise auseinander. Im Rahmen der Sonderaufgabe formulierten alle Altersgruppen ihre Wünsche und Forderungen an die deutsche EU-Ratspräsidentschaft ab Juli 2020.

Ohne Kooperation gerät die EU aus dem Takt. Luc Schlincks Arbeit zum Thema Streitkultur wurde als eine der besten Arbeiten ausgezeichnet.

Wer hätte vor einem halben Jahr gedacht, wie aktuell und relevant sich das diesjährige Motto in diesen Tagen erweisen würde? Denn die Pandemie historischen Ausmaßes, die es derzeit europa- und weltweit zu bewältigen gilt, lässt sich am effektivsten gemeinsam überwinden. Die Schülerinnen und Schüler jedenfalls fanden zahlreiche Antworten, was uns Europäerinnen und Europäer verbindet.  Sehr erfreulich ist ein deutlicher Anstieg der Teilnahmezahlen, der in der 67. Runde verzeichnet werden konnte: Mit 75.159 Schülerinnen und Schüler beteiligten sich etwa 5.000 Kinder und Jugendliche mehr als im Vorjahr am Europäischen Wettbewerb. Ein ermutigendes Signal, dass die digitalisierte Wettbewerbsverwaltung, die im vergangenen Schuljahr zu einem Beteiligungsrückgang geführt hatte, mittlerweile weitgehend etabliert ist.  

Die COVID-19-Pandemie erforderte auch beim Europäischen Wettbewerb eine kurzfristige Umplanung der Prozesse. Die Landesjurys konnten glücklicherweise noch normal zusammentreffen, doch die Bundesjurysitzung, die ursprünglich in der letzten Märzwoche in Rendsburg, Schleswig-Holstein, stattfinden sollte, tagte zum ersten Mal in 67 Wettbewerbsjahren nicht physisch, sondern im Netz. Dafür wurden die knapp 1900 auf Bundesebene eingereichten Schülerarbeiten digitalisiert und von der Bundesgeschäftsstelle ein digitales Punktesystem zur Abstimmung entwickelt. Auch wenn dieser Prozess sehr herausfordernd war, lief er dank der Flexibilität und tollen Teamleistung der 18 Bundesjurorinnen und -juroren problemlos ab!

Die Bundesjury tagte 2020 zum ersten Mal in 67 Jahren nicht physisch, sondern digital.

537 Schülerinnen und Schüler können sich nach Abschluss der Bewertungsphase über vielfältige Bundespreise freuen. Die sonst üblichen hochwertigen Reisepreise konnten in dieser Wettbewerbsrunde leider nur unter Vorbehalt vergeben werden: Ob die Einladungen der Kanzlerin und des Bundestagspräsidenten, der Friedrich-Ebert-Stiftung, der Europahäuser Bad Marienberg und Otzenhausen sowie diverser Europa-Abgeordneter wie geplant durchgeführt werden können, ist momentan nicht absehbar. Damit trotzdem alle herausragenden Leistungen angemessen gewürdigt werden, vergab die Bundesjury in diesem Jahr zusätzliche Geldpreise.

Wie geht es nun weiter? Auf der Seite 67. Europäischer Wettbewerb sind alle Teilnehmenden und Preisträgerinnen und Preisträger des Bundeswettbewerbs in Landeslisten veröffentlicht. Die Landespreisträgerinnen und –preisträger werden durch die jeweiligen Landesbeauftragten informiert. Da auch in den kommenden Wochen und Monaten die Gesundheit an erster Stelle steht, werden die 80 bundesweit geplanten Preisverleihungen vorerst verschoben und zum Teil leider auch abgesagt. Erst wenn größere Zusammenkünfte wieder ohne Risiko möglich sind, können die Preise persönlich übergeben werden. Doch auch wenn das nicht möglich sein sollte, bekommen alle ihre verdienten Auszeichnungen – notfalls per Post.

Zu den Preisträgerlisten des Bundeswettbewerbs