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Einladung der Bundeskanzlerin: Kreative Köpfe in Berlin

Gleich 30 kreative Köpfe folgten der Einladung der Bundeskanzlerin in der ersten Juniwoche nach Berlin. Sie hatten diese Preisträgerbegegnung des Europäischen Wettbewerbs mit ihren Beiträgen zum Thema „Denk mal – worauf baut Europa“ gewonnen. Die 15- bis 18 Jährigen beschäftigen sich dabei vorrangig mit den Themen der Selbstinszenierung „Vom Hofmaler zum Selfie“ und „Vielfalt macht stark“. Ihre Bilder, Gemälde, Selbstportraits, Fotoreihen, Poetry Slams, Entwurfszeichnungen, Essays oder Erörterungen über die Macht und Historie der Selbstinszenierung oder auch wo und wie uns Vielfalt im Alltag begegnet und warum wir diese Errungenschaften schützen sollten, wurden für ihre Kreativität und Tiefgründigkeit ausgezeichnet; die Künstlerinnen und Künstler selbst mit einer Reise nach Berlin belohnt. Manch einer designte sogar seinen eigenen Europa-Astro-Sweater. Egal, welchen Präferenzen und Hobbys man nachgeht – beim Europäischen Wettbewerb kann man diese einbringen!

Was sich die Jugendlichen bei ihren Arbeiten dachten und wie sie vorgegangen sind, erörterten sie gleich bei der ersten Station ihrer Berlinreise im Bundespresseamt. Die Aufgaben der 65. Wettbewerbsrunde bildeten zugleich den Auftakt, um über Demokratie und politisches Engagement nachzudenken und mit Dr. Anja Trebes, Referatsleiterin für Europa im Bundespresseamt und Bernd Hüttemann, Generalsekretär der Europäischen Bewegung Deutschland, Trägerverein des Europäischen Wettbewerbs, darüber zu diskutieren. Ein guter Grundstein für eine kritische Auseinandersetzung mit der innerdeutschen Geschichte, die die Preisträgerinnen und Preisträger in der Gedenkstätte in Hohen-Schönhausen genauer unter die Lupe nahmen – in den Räumlichkeiten der  zentralen Haftanstalt der Staatssicherheit der DDR.

Sicher hat die eine oder der andere auch dem Besuch des Kanzleramtes entgegen gefiebert: Selbstverständlich öffnete es seine Tore und die Gewinnerinnen und Gewinner konnten so auf den Spuren der bisherigen deutschen Kanzler und Bundeskanzlerin Angela Merkel wandeln. Ein Fototermin vor der Pressewand durfte natürlich nicht fehlen. Wie der Alltag im Kanzleramt tatsächlich abläuft, erfuhren die Preisträgerinnen und Preisträger von Dr. Hendrik Hoppenstedt, Staatsminister im Bundeskanzleramt für die Bund-Länder-Beziehungen. Nebst Einblick in seinen persönlichen Werdegang, interessierten sich die Jugendlichen auch dafür, wie er es schafft, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen und welche Aufgaben er im Bundeskanzleramt übernimmt. Daran schloss sich eine Diskussion zur Tagespolitik an, insbesondere interessierten sich die Schülerinnen und Schüler für die Frage, inwiefern auf dem Arbeitsmarkt gleiche Chancen für alle bestehen und wie dies in Zukunft verbessert werden könnte.

Später standen noch eine Stadtrundfahrt, ein Besuch am Checkpoint Charlie und des Bundestags auf dem Programm, bevor die 30  jungen Europäerinnen und Europäer voller neuer Eindrücke zurück in ihre Heimatstädte reisten.